Genau gleich, nur halt andersrum

Jetzt hat sich auch unser Inselpräsident Sergio wegen dem nationalen Vulkanzentrum zu Wort gemeldet, und verkündet, dass man sich gemeinsam mit Teneriffa um den Sitz der Forschungseinrichtung bewerben wolle. Man wolle das genauso machen, wie es bei Astrophysikalischen Institut und sich die Sache teilen. Allerdings eben andersrum. Neben dem Hauptsitz, soll auch die Verwaltung hier untergebracht werden. Die auf Teneriffa sollen eine Nebenstelle bekommen und dazu noch Forschungsarbeit. Man findet, dass man so die Chancen für die Kanaren erhöhen würde, wobei man wirklich fragen muss, wo das den sonst hinsoll. Dass die 2 Inselpräsidenten sich da aber getrennt geäußert haben, macht bei der Eintracht die da benannt wird, etwas stutzig. Offensichtlich musste man hier nochmal überlegen, ob man nicht doch einen Alleingang wagen sollte, aber die direkte Erklärung aus Teneriffa hat da wahrscheinlich die Sache schon geregelt. Wie das am Ende mit der Verteilung laufen wird, das muss man dann sehen. Da werden sicherlich beide Inseln noch ein wenig zerren. Auch weil die eigenen Insulaner natürlich erwarten, dass die entsprechende Volksvertretung da möglichst viel rausschlägt. Im Hintergrund würde aber seitens der beiden Inselregierungen und bei der kanarischen Regierung schon mächtig gearbeitet werden, um die Bewerbung fertig zu machen. Und man lobt ausdrücklich die gute, aber stille Kooperation.

Der Sommer ist nun endgültig rum. Morgen geht auch hier die Schule wieder los. Die Grundschüler fangen an, und zum ersten Mal teilt die eigene Tochter, die nun schon, inklusive Vorschule, 7 Jahre in der Bildungseinrichtung auf dem kindlichen Buckel hat, mit, dass Sie gar nicht möchte, was aber eben nach zweieinhalb Monaten unstrukturiertem Rumgegammel auch absolut verständlich ist. Das bedeutet aber nun auch für die Eltern, dass man wieder früh raus muss, und auch ich habe da keine Lust zu, wobei ich merke, dass die Struktur mir eigentlich guttut. Die vom Instituto müssen erst am Mittwoch und die beiden oberen Klassen sogar erst am Donnerstag wieder ran. Morgentliches Verkehrschaos vor den Schulen ist da vorprogrammiert, und wenn Sie glauben, dass das mit den Elterntaxis in Deutschland schlimm sei, dann haben Sie das hier noch nicht erlebt. Da meine Kinder den Bus nehmen, wenn Sie diesen nicht verpassen, müssen wir uns das nicht geben, aber man wird wegen dem Kind an der Bushaltestelle tatsächlich komisch angeschaut, und nicht selten erbarmt sich dann ein Elternteil der Mitschüler, mein armes vernachlässigtes Kind nachhause zu fahren, was die Kleine bereitwillig und bequem zulässt, weil man dann ja noch mit der Freundin auf der Rückbank quatschen kann. Da steht man dann als Rabeneltern da, und das ist echt unangenehm, wobei die das intellektuell schon verstehen, warum wir unsere Sprösslinge auf Selbstständigkeit trimmen. Und natürlich wissen die auch, dass sie als Kinder auch alleine unterwegs waren und dass die Angst da nicht wirklich angebracht ist.