Heute haben sich die politischen Parteien im kanarischen Parlament auf ein Vulkangesetz geeinigt, welches nächste Woche verabschiedet werden soll. Genau zum 4. Jahrestag des Ausbruchs des Feuerbergs am Kuhkopf. Das macht die ganze Geschichte entsprechend symbolträchtiger, und man zeigt dabei, dass man auf das Drängen der Bevölkerung reagiert. Letztlich soll so ein Gesetz einen rechtlichen Rahmen über Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen bieten und den Geschädigten eine entsprechende Rechtsicherheit, auf Entschädigung oder auch das Recht, möglichst nah am bisherigen Wohnort, das neue Zuhause zu errichten, garantieren. Im Prinzip soll all das, was man hier, mehr oder minder erfolgreich versucht hat, in einen rechtlichen Rahmen gegossen werden, wobei das sicher auch wieder so gestaltet werden wird, dass man da entsprechenden Spielraum geben. Wie wir die Sache bislang ohne ein solches Gesetz gemeistert haben, das ist eher schwer zu beurteilen. Momentan sind die Zeitungen voll mit Kommentaren und Analysen. Und es ist eben so, dass die nackten Zahlen, die aus Madrid veröffentlicht wurden, was ganz anderes Aussagen, als das Gefühl vieler Menschen vor Ort. Dass alles wieder so wird wie vorher, das kann man freilich nicht erwarten, und viele betroffene schauen immer noch in die Röhre. Dennoch ist es wohl so, dass die Bevölkerung gewachsen sein soll, die Arbeitslosigkeit niedriger und mehr Firmen existieren, als vor dem Ausbruch. Ob gerade die Sache mit dem Bevölkerungswachstum so dolle ist, schließlich haben wir hier einen eklatanten Wohnungsmangel, das steht wiederum auf einem anderen Blatt. Und Wachstum der Wirtschaft ist auch immer nur dann toll, wenn möglichst viele profitieren und nicht viele in die Röhre schauen, während andere sich die Taschen voll machen. Trotzdem kann man erstaunt sein, wieviel Normalität hier herrscht, angesichts dessen, was uns hier widerfahren ist. Sich über die Geschichte mit der LP 2 zu beklagen ist tatsächlich müßig und mittlerweile sehen es auch die letzten ein, dass das Versprechen, dass uns da zur Wahl gegeben wurde, nichts als populistische heiße Luft war, weil es nämlich nicht möglich ist, und nicht, weil da jemand nicht wollte. Deswegen kommt von der Partei, die vor der Wahl dicke Backen zur Straße gemacht hat, momentan genau gar nichts mehr zum Thema. Sich also an der angeblichen Untätigkeit zu stören ist im Prinzip Unsinn, und manch einer sollte sich lieber die Frage stellen, warum das eigene Verlangen auf populistischen Unsinn anzuspringen, gar so groß war. Das wird noch Jahre dauern, ist zumindest anzunehmen, auch wenn wir uns die Straße alle, aber wirklich alle, so sehr wünschen. Weiter unten, bei der Verbindung Las Manchas nach Todoque, geht es ja auch nicht wirklich weiter, und man hat im Mai da schon zugeben müssen, dass man arge Probleme mit der Hitze hat.
Dann gibt es spannendes zum Thema Araber, der sich ja angeblich hier einkaufen will. Als ab sich die Geschichte in irgendeiner Form für den Herrschaften aus der Wüste lohnen würde, hier nach kleinen Bananenparzellen, die ja allesamt in Privatbesitz sind, Ausschau zu halten. Die Unternehmen, die da als potentielle[SM1] [SM2] Investoren ins Feld geführt wurden, sind Großkonzerne, die in ganz anderen Kategorien denken und investieren. Dass hier alle auf die Barrikaden gegangen sind, war vielleicht ganz unnötig, weil die Furcht vor dem Ausverkauf entsprechend unbegründet sein dürfte. Man hat dann ganz zügig nichts mehr von dem Konzern, mit dem man schon in Verhandlungen war, gehört. Stattdessen kam man vor einigen Wochen mit einem Vertrag um die Ecke, den man mit einem Unternehmen geschlossen hat, welches und die reichen Arber vermitteln soll. Mit dieser Firma AR Associated Activos, S.L. hat man vereinbart, dass das inseleigene Unternehmen Sodepal, denen Geld gibt, damit die uns da jemanden mit dickem Geldbeutel aus den VAE besorgen, die uns alle reich macht. Dafür bekommt das Unternehmen rund 1,3 Millionen Euro von unserem Geld, wobei ungefähr die Hälfte erfolgsabhängig war. Angeblich hat diese Beraterfirma, bei einem stattlichen Eigenkaptal von € 3.000, -, Büros auf der ganzen Welt. Schaut man sich dann aber die Seite von denen an, dann muss man sich fragen, wieso eine so renommierte Firma mit uns und der Regionalregierung von Galizien, als Geschäftspartner werben muss. Sonst ist da nämlich nichts. Nun hat die, mit absolutistischer Mehrheit regierende CC, auf Nachfrage der Opposition mitgeteilt, dass Sodepal den Vertrag mit der Beraterfirma aufgelöst habe. Der sei eh noch nicht rechtskräftig gewesen, und man habe festgestellt, dass man das Geld gar nicht habe. Für dieses Geschäftsjahr müsste man sich schon Geld leihen, und für das nächste dann eben auch. Wollen wir also mal hoffen, dass das nun keinen Scheuer-Effekt hat, und die Beraterfirma auch der Ansicht ist, dass wir gar keinen Vertrag haben. Bislang werben die noch mit uns als Partner.