Heute wurde bei eldiario.es ein kleines Klickspiel veröffentlicht. Man kann sich da durch Spanien klicken und schauen, was da durchschnittlich verdient wird. Das Ganze ist nicht wirklich nach Gemeinden oder Städten aufgeteilt. In Großstädten kann man sich da durch die verschiedenen Stadtteile klicken. Auf den Kanaren funktioniert die Geschichte aber tatsächlich nach Gemeinden und ist somit entsprechend aufschlussreich. Wie hoch auf den kompletten Kanaren das Durchschnittseinkommen ist, dass kann man auch nicht erkennen. Wohl aber wie die Einkommen verteilt sind. 1,6 % verdienen mehr als 40.000,- im Jahr, was hier die Oberschicht darstellt. Am dicksten ist die Mittelschicht, mit 68%, die zwischen 30.000 und 35.000 zu versteuerndem Einkommen liegen. Mehr als 30% schaffen aber die 30.000 nicht und liegen darunter. 0,2% sind sogar unter 20.000 Euro Jahreseinkommen, vor Steuern. Wobei wir im Vergleich zur Extramedura (20%) und Andalusien (11%) in der ganz niedrigen Einkommensschicht eben ganz gut dastehen. Allerdings gibt es genau zwei Orte auf den Kanaren, wo das Durschnittseinkommen unter € 20.000,- liegt. Die die liegen eben auf La Palma. Schlusslicht ist Garafia, mit 18.646,-, wobei das einem Anstieg in den letzten 5 Jahren von 18% entspricht. Auf dem vorletzten Platz liegt Barlovento mit 19.972,- . Die drittletzte Gemeinde der Kanaren hat es immerhin auf über 20.000 geschafft, ist aber auch im Norden von La Palma. In Puntagorda sind es €20.136,- Jahresverdienst. Am besten läuft es im Schnitt für Breña Baja (29.874,-), in Santa Cruz (28.253,-) und Breña Alta (27.941,-).
Das alles ist nicht wirklich viel, was die Leute hier in Ihren Taschen haben. Und auch der Anstieg in den letzten 5 Jahren um rund 15% macht den Kohl nicht fett, betrachtet man, dass vor allem die Kosten für Lebensmittel gestiegen sind. Über die Mieten, will man postvulkanisch gar nicht reden, und wer sich leisten Miete leisten kann, der kauft schon gar nichts. Wer sich da selber mal ein wenig durcharbeiten will, der wird hier fündig. Wichtig bei der Geschichte ist zu verstehen, dass wir tatsächlich von einem Arbeitseinkommen, ob als Angestellter, oder Selbstständigen reden. Das Geld entspricht also nicht dem, was der Einzelne zur Verfügung hat, sondern nur dem Verdienst. Gibt es also einen „Ernährer“ in der Familie, dann muss man die Kohle nochmal teilen. Und wenn man dann feststellt, dass man im Monat nur auf €1.600,- kommt, und damit in Garafia ja „Durchschnittsverdiener“ bin, dann ist das gar nicht so üppig.