Wir wollen das Ding zusammen mit Teneriffa haben. Die Rede ist von neu entstehendem nationalem vulkanischem Forschungszentrum. Und im Prinzip ist schon klar, das das Ding auf die Kanaren gehen wird, im Rest des Landes gibt es keine Feuerberge, und man könnte höchstens mit der zentralen Lage in Madrid argumentieren, wenn es um den Austausch von Wissenschaftlern der verschiedenen Sparten untereinander gehen könnte. Bislang hat aber im Rest des Lanes auch noch niemand gezuckt, dass man das Forschungszentrum bei sich beherbergen wolle. Damit ist die Sache im Prinzip durch. Vielmehr war die Frage, ob man La Palma oder Teneriffa wählen würde, weil beide Inseln in der Vergangenheit da Ansprüche angemeldet haben. Und die Argumente von beiden waren entsprechend. Während vor allem Teneriffa argumentiert hat, dass ja bereits andere wissenschaftlich Einrichtung zum Thema Vulkanforschung, wie die Universität von La Laguna oder die kanarischen Vulkanforscher von INVOLCAN, auf der Insel beheimatet seien, führte La Palma den neuen Vulkan als Forschungsobjekt, sowie die Gerechtigkeitsdebatte, weil wir ja von eben diesen so arg gebeutelt sind, als Argument ins Feld. Als dann in der öffentlichen Diskussion die Geschichte immer stärker in Richtung La Palma ging, und sich auch die kanarische Regierung vor allem für uns ausgesprochen hat, hat man sich dann doch auf eine gemeinsame Bewerbung der beiden Inseln verständigen können. Hier wird nun immer noch Diskutiert, ob das vielleicht dumm war, weil man ja auch den ganzen Kuchen hätte haben können, aber vielleicht wäre das am Ende auch schiefgegangen, weil die Politik zwar La Palma bevorzugen kann, am Ende die Wissenschaftler aber auch noch mitreden und vielleicht hätten die dann Teneriffa bevorzugt. Für Feldbeobachtung kurz zu uns zu kommen, sollte ja auch kein Problem sein. Aber man vermittelt uns zumindest, dass man uns teuer verkauft habe. Sprich der Hauptsitz soll am Ende auf La Palma sein, wobei man da natürlich auch wieder aufpassen muss. Böse Zungen behaupten, dass man da ja einfach einen der Container aus Los Llanos nehmen könne und dann eine Person in dem Hauptsitz unterbringen kann, schön mit einem offiziellen Schild versehen, und die wirkliche Forschung und die damit einhergehenden Arbeitsplätze würden dann, analog zu den Astronomen, eben auf Teneriffa entstehen. Zwar schaut man von hier auf die Serene, aber die Verarbeitung der optischen Eindrücke findet dann bei der großen Schwester statt. Schließlich landen die Sachen auf dem Monitor und da ist es auch erstmal egal, wo dieser steht. Diesmal soll es aber ganz anders werden, und wir sollen wirklich den Haupteilbekommen, und Teneriffa eine Zweigstelle. Zwei Orte, in denen die dann Ihren Sitz haben werden sind auch bereits genannt. Zum einen die leerstehende Zigarettenfabrik in El Paso, wo früher Camel Glimmstängel produziert hat, und wo schon während des Ausbruchs die Koordinationsstelle untergebracht war und das Casa Massieu in Argual, also da wo am Sontag der Markt stattfindet. Vielleicht macht man das am Ende dann doch wieder gemeinsam, und beide Standorte werden berücksichtigt.
Die beiden Inselchefs von Teneriffa und La Palma sind aber nun mächtig stolz auf die gemeinsame Bewerbung. Rosa Davila, Inselpräsidentin von Teneriffa betont, dass gerade eine solche gemeinsame Initiative dafür sorgen kann, dass auch in Zukunft andere Geschichten nicht zentral in Madrid, sondern in andere Regionen im Land entstehen könnten, wenn man da Zusammenarbeit demonstrieren würde. Und man habe in die Bewerbung nun wirklich alles reingesteckt, was möglich war. Schließlich handele es s ich dabei ja auch um ein Projekt, welches Forschung auf Weltniveau ermöglichen würde.