Die Kanaren schlagen gerade hohe Wellen in den europäischen Medien. Hintergrund ist, dass es am Samstag auf Teneriffa drei Todesopfer gab. Zumindest bei zweien ist recht klar, dass der hohe Wellengang dafür verantwortlich war. Ein Angler wurde wohl von einem Felsen gespült und wurde nach seiner Bergung für Tod erklärt. Einen weiteren Todesfall gab es bei Medano, auch gier wurde ein Lebloser Körper aus dem Wasser gezogen, da aber im Süden die Wellen nicht so hoch waren, ist der Grund nicht wirklich klar, so sagen es zumindest die Behörden. Im Norden der Insel war aber richtig Gefahr, und an verschiedenen Orten wurden, meist Touristen, die mit gezücktem Fotoapparat den wilden Atlantik anschauen wollten, von einzelnen Wellen ins Wasser gerissen. In Puerto de la Cruz gab es einen weiteren Todesfall, einer holländischen Touristin. Hier wurden, man kann das Video unter anderem auch bei Spiegel-Online betrachten, mehrere Menschen von der Hafenmauer geschwemmt. Es gab mehrere Verletzte, die in Krankenhäuser eingeliefert. Die Behörden geben an, dass teilweise Absperrungen ignoriert wurden und es eben auch für den Samstag eine Warnung wegen hohen Wellen gab. Gier gilt dann eigentlich immer Vorsicht, und man Fordert die Menschen dazu auf, kein Risiko einzugehen. Aber nicht nur die Wellen sind ein Problem, auch die Strömungen, die man eben nicht sieht und die Selbstüberschätzung von manch einem Schwimmer. Und deswegen gehen die Unfallmeldungen weiter. Gestern mussten dann 3 Personen in Breña Baja mit aus dem Wasser geholt werden. Diese hatten sich an eine Boje geklammert und hatten nicht mehr die Kraft ans Ufer zurück zu schwimmen. Ein Mann blieb unverletzt, aber zwei Frauen (86 und 61 Jahre) wurden mit Unterkühlung ins insulare Krankenhaus eingeliefert. Verschiedene Einsatzkräfte, inklusive des Seenotrettungsbootes aus dem Hafen von Santa Cruz waren an der Aktion beteiligt. Die Geschichte mit dem Atlantik und den zunehmenden Unfällen beschäftigt seit einigen Wochen auch die kanarische Regierung und man geht in verschiedenen Sprachen, über die sogenannten sozialen Medien an die Öffentlichkeit. Das Motto lautet: „Du hast einen Plan, aber das Meer hat einen anderen“, was im Deutschen schon etwas daher holpert, und man sich fragt, was die einem da eigentlich sagen wollen.
Die Wellenwarnung ist weg, dafür gibt es nun die nächste Wetterwarnung für La Palma. Ab Mittwochnachmittag ist Wind und Regen auf der Westseite und der Cumbre angesagt. Die Momentane Warnung des Spanischen Wetterdienstes AEMET beginnt derzeit am Mittwoch 12 Uhr und gilt bis = Uhr Donnerstag, wobei es schon Möglich ist, dass diese noch verlängert wird. Von 20 Litern Niederschlag pro Stunde, die möglich seien ist da die Rede, was nicht so kommen muss, aber eben möglich sein soll. Außerdem wird vor Böen von bis zu 80 km/h gewarnt, was erstmal nicht ganz so viel ist, aber in Verbindung mit dem Regen unangenehm, werden kann. Gegen horizontalen Niederschlag hilft dann auch kein Regenschirm mehr. Auf der Ostseite soll es aber nicht ganz so wild werden, was ja dann für den Urlauber immer eine Ausweichmöglichkeit bedeutet. Der Wind kommt nämlich aus Südwest, zumindest laut Prognose, und dann werden die Wolken eben ins Aridanetal getrieben. Mit Spannung wird die Situation am Flughafen betrachtet. Wind aus Südwesten bedeutet dann dort eben häufig Scherwinde, die Landungen arg schwierig machen. Und der Mittwoch ist, mit dreimal Condor, mit Edelweiss und auch mit der Iberia einer der Großkampftage am Flughafen, weil da etliche Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum ankommen. Zumindest am Nachmittag rechnet man da nun mit massiven Problemen, wobei auch der Vormittag sicher nicht ganz einfach werden wird.
Nun haben wir kurz nach 13 Uhr und der Spanische Wetterdienst hat nachgelegt. Nun haben wir orangene Warnung von Mittwoch 12 Uhr bis Donnerstag 0 Uhr und das auf der kompletten Insel. Bis zu 30l Regen pro Stunde seien möglich und bis zu 100l in 12 Stunden. Auch die Windwarnung sowie die Warnung vor Gewitter, ist nun auf die ganze Insel ausgeweitet, bleibt aber auf gelb.