Lange hat man nun nichts mehr von der LP2 gehört, also dem Abschnitt unter der Lava, der Las Manchas mit Tajuya verbindet, und tatsächlich eigentlich bitter notwendig ist, damit die Bewohner des Tales, insbesondere die Menschen aus Las Manchas, wieder entsprechend angebunden sind. Richtung Los Llanos geht das nun mit der Eröffnung der LP 211 über das ehemalige Todoque schon ganz gut, aber nach El Paso ist es immer noch umständlich. Aber nun, so sagt der Inselpräsident Sergio Rodriguez von der Coalicion Canaria, gebe es endlich den entsprechenden Anstoß, dass die Bauarbeiten bald beginnen können. Die Kanarische Regierung stellt nämlich 24,1 Millionen Euro für den Wiederherstellung des Abschnittes zu Verfügung und er ist sich nun sicher, dass das alsbald losgehen würde, und er damit sein zentrales Wahlversprechen auch einlösen könne. Allerdings lautete das Wahlversprechen, dass der Bagger da ja, wenn man nur Ihn und seine Partei in die Regierungsverantwortung wählen würde, dass die Bauarbeiten innerhalb von 14 Tagen nach seiner Amtseinführung beginnen würden. Die anderen, die auch alle gesagt haben, dass man da so schnell wie möglich loslegen wollen, aber eben rechtliche und finanzierungstechnische sehen, weswegen man da keinerlei Versprechen abgeben wolle, die hätten ja nur nicht wollen, und die ganzen Einwände seien nur vorgeschoben. Nach 14 Tagen ist aber nun kein Bagger ins Gelände gefahren und nun, nach bald 3 Jahren immer noch nicht. Die Geschichte, dass man das als Notfallmaßnahme laufen lassen wolle, ist gescheitert, was einige eben genauso vorhergesagt haben, weil es ein gültiges Straßenbauabkommen zwischen der kanarischen Regierung und Madrid gibt. Und wegen diesem Abkommen hat die Justiz dann eben eine frühere Bereitstellung der Gelder verhindert, was ja, so betont der Herr Inselpräsident, ja nicht seine Schuld gewesen sei. Irgendwie scheint es schon schlimm zu sein, wenn geltende Gesetzte verhindern, dass sein zentrales Wahlversprechen umgesetzt werden kann. Der Herr Präsident beklagt auch, dass er in Inselparlament keinerlei Unterstützung seitens der anderen Parteien erfahren habe, was, bedenkt man, dass die Coalicion Canarias da mit absolutistischer Mehrheit, vielleicht auch wegen der tollen Wahlversprechen, regiert, auch etwas seltsam daherkommt. Als Entschuldigung kommt nun auch, dass die beiden Umweltgutachten, also das der Inselregierung und das der kanarischen Regierung eine gewisse Diskrepanz ergeben haben. Wobei man da bedenken muss, dass die zuständige Abteilung der kanarischen Regierung zwar von der konservativen PP geleitet wird, die aber auch nur Juniorpartner in der Regierungskoalition mit der CC sind. Und auch hier gab es im Vorfeld eben die laut geäußerten Bedenken, dass das mit dem Gutachten nicht so einfach werden würde, weil die frische Lava eben ein geschütztes Gebiet in dieser Zone darstellt. Jetzt sind wir aber wohl dem Wahlversprechen ein ganzes Stück näher, so sagt es der Präsident. Jetzt müsse nur noch das Ministerium für öffentliche Arbeiten der kanarischen Inseln die Geschichte bearbeiten, damit dann im Anschluss der Regierungsrat seine endgültige Genehmigung geben kann. Und dann kommt der Bagger. Ganz schnell, innerhalb von zwei Wochen oder so, aber hoffentlich halt vor den nächsten Wahlen, sonnst wird das mit der Einhaltung des Versprechens noch komplizierter. Spannend wäre nun aber, wo Umweltgutachten und Finanzierung wohl stehen, mal offen zu legen, wie es mit der technischen Machbarkeit aussieht. Auch hier gab es immer wieder Bedenken, weil, je höher die Lava liegt, desto langsamer ist der Abkühlungsprozess. Auch gab es die Frage nach Lavaröhren und der damit verbundenen Tragfähigkeit des Untergrundes an manchen Stellen. Man hört davon momentan so gar nichts. Nicht dass da dann am Ende, ganz unverschuldet, wieder Hindernisse auftreten, von denen man nichts gewusst hatte.