In Fuencaliente gibt es etwas Neues für den neugierigen Besucher der Insel, aber auch für alle anderen interessierten. Man hat da, unten beim Leuchtturm ein neues kleines Besucherzentrum eingerichtet, wo man sich „den Ozean im 21 Jahrhundert“ erklären lassen kann. Das heute, unter Zuhilfenahme von lokaler Politprominenz eröffnete Zentrum wurde im Rahmen des DELTA-Projekts, koordiniert von der Ozeanischen Plattform der Kanarischen Inseln (PLOCAN) und verbunden mit dem Meeresobservatorium Punta de Fuencaliente für Klimawandel (OMACC) finanziert und bietet zwei Ausstellungsräume. Im einen kann man erfahren, was da alles so durch den Atlantik schwimmt und wie sich das so untereinander verhält und im anderen kann man sogar Experimente machen. Hierbei liegt der Schwerpunkt darauf, wie sich der Atlantik durch Klimawandel und Versauerung hier verändert. Vor Ort wird eben auch geforscht, wie die direkten Auswirkungen der Veränderungen auf das Meer vor Fuencaliente aussehen, die zum Beispiel die CO2-Absonderungen durch das Lavadelta auf den Ozean haben. Joaquín Hernández, Direktor der Ozeanischen Plattform der Kanarischen Inseln (PLOCAN) und Koordinator des DELTA-Projekts betonte bei der Eröffnung, dass diese Art Projekte, bei der Wissenschaftler und Gesellschaft direkt zusammentreffen würden, einen besonderen Wert hätten, weil die Arbeit der Wissenschaft so direkt und verbessert vermittelt werden können. Das Zentrum soll somit ein Vorbild für Wissenschaftskommunikation, Bürgerbeteiligung und die Förderung des marinen Naturerbes von La Palma sein. Ob der Zugang gratis ist, wann man da und in wie großen Gruppen rein darf, dass wurde in der Pressemitteilung nicht gesagt. Vielleicht muss man da einfach, wenn man gerade am Leuchtturm ist, mal anfragen.
Dann gibt es ein neues Wandbild in Los Llanos. Wenn ich das mit Google Streetview richtig gemacht habe, dann müsste das gegenüber der Shelltanke sein. Dabei handelt es sich, wie häufig um eine Auftragsarbeit und stammt vom Künstler Matías Mata, besser bekannt unter dem Namen „Sabotaje al Montaje“. Bezahlt wurde das Wandgemälde von der Inselregierung und hat einen politischen und sozialen Hintergrund. Abgebildet sind eine Frau und ein Kind unter einem lilafarbenen Regenschirm und soll auf geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und Kinder aufmerksam machen. Die Inselrätin für Soziales und Gleichstellung, Ángeles Fernández, war gemeinsam mit dem Bürgermeister von Los Llanos de Aridane, Javier Llamas, der Stadträtin für Kultur, Marlene González vor Ort um sich bei der Einweihung vom Künstler selbst die Entstehungsgeschichte erläutern zu lassen.

wer noch andere Bilder von Sabotaje al Montaje anschauen will, der wird auf der entsprechenden Internetseite fündig. Die Arbeiten gehen auch weit über die kanarischen Inseln hinaus.