Sicher Baden

Es ist wellig und die Naturschwimmbecken La Fajana sind zu. Nicht umsonst, sondern will das, ob des hohen Wellengangs im Nordosten, kreuzgefährlich ist. Auf Teneriffa gibt e wieder Tote, und das, obwohl da auch alles gesperrt war. Wir hier sind aber nicht unbedingt cleverer, sondern haben vielleicht einfach nur mehr Glück. Vor 2-3 Wochen hat man da oben auch schon mühevoll Leute rausevakuiert, und am selben Tag haben sich dann, trotz Regen, zwei Leute auf den Weg in die Schlucht der Ängste gemacht, und kamen nicht mehr raus, weil da in der Zwischenzeit ein reißender Fluss entstanden ist. Da durfte dann der Hubschrauber ran und die beiden wieder aus der Schlucht fliegen. „Pure Vernunft darf niemals siegen“ sang schon Dirk von Lotzow, aber ein bisschen Vernunft ist dann eben doch ganz fein, und kann einem im Zweifelsfall den Allerwertesten retten. Aber das war nur der Bogen zum eigentlichen Thema. In San Andres y Sauces ist nämlich gewissermaßen eine Badeanstalt geplant. Die Gemeinde soll hier die Verwaltung des Hafens Puerto Espíndola. Man darf sich dann da um die wenigen Aufgaben der Fischerei kümmern, plant aber auch einen sicheren und ordnungsgemäß regulierten öffentlichen Badebereich im Hafen selber. Nächstes Jahr soll das schon losgehen mit dem Bau und man plant knappe 225 Tausend Euro dafür ein. Ziel sei es „die Nutzung des Bereichs zu regeln und Badegäste vom Betreten unbefugter Zonen abzuhalten, um so die Sicherheit und das Vergnügen der Nutzer zu gewährleisten.“ Da kann also der tollkühne Badegast, wenn er schon nicht ins Naturbecken kann, einfach einmal um die Rumbrennerei rumrennen und dann sicher und bequem im Hafen seine Runden drehen. Dabei geht es aber nicht nur um die Sicherheit der Badegäste, man möchte auch versuchen, dass sich die Fischer und Wildbader, die es ja da bereits gibt, räumlich etwas zu trennen.

Man schüttelt sich die Hände um die Übergabe der Verwaltung des Hafens zu besiegeln, und hat auch gleich ein Modell parat (Bild Ayuntamiento San Andres y Sauces)