Er kommt! Man weiß nur nicht wohin

Hoher Besuch hat sich angekündigt auf den Inseln. Im Rahmen seiner permanenten Welttournee hat der Vatikan angekündigt, dass dieses Jahr der Papst bei uns reinschneien soll. Der Löwe mit der Kennziffer 14 kommt nach Spanien und, neben Madrid und Barcelona, sollen auch die Kanaren auf dem Tourplan stehen, so hat das Rom mit dem Bistum der Kanaren vereinbart. Die Gläubigen und Fans des maximalen Brückenbauers, sind maximal aufgeregt, und neben den Kirchenvertretern jubilieren auch bereits die regionalen Politiker und freuen sich über den erstmaligen Besuch eines Papstes auf den Kanaren. Ein Datum gibt es noch nicht, und eben auch noch keine Informationen, wo den der heilige Vater vorbeischauen wird. Schließlich sind wir 8 Inseln und allen hoffen nun, dass die Papstwahl einen treffen wird. Glaubt man den Aussagen der Kurie, dann möchte der Papst hierher um die Inseln und deren Bewohner für Ihre weltoffene und gastfreundliche Haltung, wenn es um die Flüchtlingsdramatik aus Lateinamerika und Westafrika geht, zu ehren. Die Atlantikroute gilt als eine der gefährlichsten und tödlichsten Migrationsrouten der Welt. Momentan befindet sich diverse Bischofe aus Spanien in Rom, um den Aufenthalt entsprechend zu planen. Die Vorschläge sollen dann dem Pabst zur endgültigen Absegnung vorgelegt werden, und dann wird man weitersehen, wo die Reise tatsächlich hingehen wird. Von Seiten der Kirchenvertreter fühlt man sich nun freilich geehrt, verspricht sich eine Erneuerung der Bindung zur Institution und betont unsren tiefen katholischen Glauben. So säkular wir zwar laut Verfassung auch sein mögen, die Politik trötet in das gleiche Horn und natürlich wird nun gleich um die Gunst des kirchlichen Oberhauptes geschachert. Und deshalb müssen nun Argumente ausgepackt werden, warum der Papst eben auf eben die eigene Insel kommen muss. Sollte wirklich, wie von der Kurie behauptet, die Migrationsgeschichte im Vordergrund stehen, dann hat El Hierro, neben den beiden Hauptinseln, wobei der Bischofssitz auf Gran Canaria ist, die besten Chancen. Allerdings wähnt man hier auf La Palma das Rennen um die päpstliche Gunst noch offen, und deshalb hat unser Inselpräsident Sergio Rodriguez, den Vulkan argumentativ aufgeführt. Eine Anerkennung des Schmerzes der Vulkanbetroffenen wäre nämlich, nicht nur wünschenswert, sondern auch für das Seelenheil der Betroffenen und uns allen äußerst zuträglich. Auch eine Anerkennung der geleisteten Wiederaufbaumaßnahmen wäre schön, alldieweil das einen tollen symbolischen Charakter hätte. Deshalb hat man nun gleich ein Schreiben an die Diözese von Teneriffa aufgesetzt. Diese sollen sich bitte dafür einsetzen, dass der Pabst auch nach La Palma kommen mag. Und man stelle sich mal das Foto vor, das man machen kann, wenn man gemeinsam mit dem Papst am Rande der Lava steht. Letztlich ist es aber sicher auch recht egal, wo der Mann schließlich sein wird. Binter und Fred Olsen können schon mal überlegen, wo Sie die entsprechenden Kapazitäten hernehmen. Hier wird dann wirklich fleißig hin und her gereist werden.