Geldverteilung

Eigentlich sollte das längst erledigt sein, aber nur wenige Gemeinden haben es geschafft, ihren Haushalt für das Jahr 2026 fristgerecht zu verabschieden. Das ist mittlerweile schon Normalität auf der Insel, und man hat sich schon dran gewöhnt, dass die Geschichte zum 31.12. des Vorjahres, nicht in trockenen Tüchern ist. Gerne argumentiert man, dass es innerhalb der regierenden Koalitionen etwas schwierig ist auf einen Nenner zu kommen, aber vielleicht fängt man mit den Verhandlungen ja auch einfach zu spät an. Auch die Rathäuser, in denen die Regierungspartei über eine absolute Mehrheit im Stadtrat verfügt, bekommt das meist nicht fertig und das selbe gilt auch für die Inselregierung. Diese hat, obwohl da die Coalicion Canaria alleine regiert, nun zumindest ihren öffentlich verkündeten Zeitplan eingehalten und wie versprochen noch vor Ende Januar einen Haushalt verabschiedet und veröffentlicht, auch wenn die gesetzliche Vorgabe da nicht eingehalten wurde. Als Erklärung für die Verspätung führt man die Unsicherheit o des spanischen Staatshaushaltes und auch die strengen Regeln, denen so ein Haushaltsplan unterliegt auf. Wobei die ja nicht lockerer werden, wenn man noch einige Wochen wartet. Von 223 Millionen Euro für das laufende Kalenderjahr ist da die Rede, und man legt vor allem auf zwei Dinge wert. Zum einen Soziale Sicherung und zum anderen den wirtschaftlichen Wiederaufbau. Alleine 36,5 Millionen stehen für die Betreuung und die Pflege von älteren Menschen im Plan. Fast 8 Millionen für die Errichtung eines neuen Seniorenzentrums, und rund 5,5 Millionen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Insgesamt 69 Millionen Euro sind für die wirtschaftliche Förderung eingeplant, was die Möglichkeit zur Infrastrukturinvestitionen (18,6 Millionen) schaffen soll. Weter ist Geld aus diesem Bereich für Straßenbau (9,4 Millionen) und Wasserressourcen (12 Millionen) im Pott. Weitere knappe 5 Millionen sollen in den Tourismus fließen. Ein ganz großer teil des Geldes, nämlich 60 Millionen werden für Gehälter benötigt, also für Angestellte des Cabildos. Aber auch dm Cabildo untergeordnete Unternehmen und Einrichtungen werden entsprechend bedacht. SODEPAL, die inseleigene Firma für Veranstaltungen erhält alleine 8,6 Millionen Euro. Auch das Concorcio de Servicios, also die öffentlichen Dienste bekommen knappe 7 Millionen. Dann gibt es noch Geld für das Biosphärenreservat und insulare Musikschule. Die müssen, als „offiziell eigenständiges“ Unternehmen, aber eben in vollständigem Besitz der Inselregierung, mit dem zugewiesenen Geld nun gewissermaßen ihre eigene Planung machen.