Wenn man da liest, was die Bürgerplattform „Riachuelo La Graja“ über verschiedene Medien, wie zum Beispiel, „La Palma Opina“ verbreitet, dann sind da ganz heftige Vorwürfe, die da nun im Raum stehen. Zur Erinnerung, bei der Initiative handelt es sich um eine Gruppierung, vor allem von Anwohnern aus dem Gebiet am Eingang zur Cumbrecita, die sich da gegen die Aktivitäten des Kiesabbaus engagieren und in den letzten Jahren auch recht laut aufgetreten sind. Bemängelt wird vor allem, dass die Betreiberfirma „Áridos El Riachelo“ sich bei seinen Aktivitäten nicht an gesetzliche Umweltauflagen halten würde. Auch wird die lokale Politik ins Visier genommen, die der Firma da, ohne entsprechende Prüfung die Lizenz entsprechend über lange Jahre verlängert hat, obwohl sich selbst die Gemeinde dagegen ausgesprochen hatte. Verstöße wurden Dokumentiert und auch vor Gericht hat man schon einige Erfolge eingefahren, und zumindest einen Teil der Aktivitäten stoppen können. Ein alter Vorwurf, welcher da im Raum steht, sind die mangelnden Renaturierungsmaßnahmen. So hätten die alten Gruben, die teilweise viel zu tief seinen, eigentlich wieder befüllt werden müssen. Und genau da kommt nun der große Vorwurf. Die lokale Politik ist eigentlich dafür zuständig, dafür zu sorgen, dass diese Maßnahmen umgesetzt werden, sprich die Löcher geschlossen werden, was alles nicht im ausreichenden Maß passiert sei. Nun kommt die Meldung des verunglückten Wanderers, der im Alter von 82 Jahren gestürzt sei, 18 Meter in die tiefe gefallen und anschließende an einem Herzstillstand verstorben sei. Die über die kanarischen Behörden verbreiteten Nachrichten zum Unglück verorteten den Vorfall in das „Gebiet der Cumbrecita“, was auch von der Presse genau so dann weiterverbreitet wurde. Allerdings behauptet nun die Bürgerinitiative, und es liegen Fotos vom Einsatz vor, dass Sturz eben nicht an der Cumbrecita, sondern eben im Gebiet des Riachuelo stattgefunden habe, was eben eine ganz andere Zone sei, und liefern einen Link zur Unfallstelle mit Die 18 Meter Fallhöhe seinen auf eine nicht geschlossene und nicht gesicherte alte Abbaugrube zurückzuführen. Ángel Rodríguez Concepción, Mitglied der Plattform La Graja, sagte gegenüber dem La Palma Opina: „Die Medien haben falsche Informationen der Kanarischen Regierung verbreitet und behauptet, der Vorfall habe sich auf einem Wanderweg in La Cumbrecita ereignet. Dies hat zu Missverständnissen über den Ort und die Umstände des tragischen Ereignisses geführt.“ Der Sturz ereignete sich „in den senkrechten Einschnitten der stillgelegten Gruben des alten Kieswerks, wie auch im Fall von Hoyo Palomino“. Und man spricht eben nicht von einem Missverständnis, sondern von einer „Manipulation“ seitens der Behörden, wegen des Unfallortes. Schließlich habe man seit Jahren auf die Gefahren in dem gebiet hingewiesen und sogar selbst Vorschläge zur Sicherung und Renaturierung eingebracht, welche entsprechend ignoriert worden seien. Die Bürgerplattform wies in diesem Zusammenhangdarauf hin, dass das Gebiet „täglich von Hunderten von Menschen frequentiert wird, die dort spazieren gehen und Sport treiben, darunter auch Kinder, die in Sportmannschaften trainieren“. Wichtig in dem Zusammenhang ist zu verstehen, dass es sich bei der Unglücksstelle um einen sehr alten Steinbruch handelt, den man einfach so verfallen lassen hat. Mittlerweile gibt es dort an der Kante auch schon wieder entsprechende Vegetation. Und natürlich, wenn man zu sehr am Abgrund wandelt, dann kann es eben gefährlich werden. Deshalb geht der Vorwurf auch weniger in Richtung der Schuldfrage, sondern in Richtung der Vertuschung, um etwaige Diskussionen wegen der immer neu entstehenden Gruben und die Verantwortung um die entsprechende Sicherung zu vermeiden.