Dass auf La Palma Straßensperren vorkommen, da s kennen wir zu genüge. Dauernd muss irgendwo gemauert, asphaltiert und ausgebessert werden. Allerdings gibt es auf der Insel genau ein Nadelöhr, wo der verkehr im Prinzip permanent fließen sollte. Die Hauptachse von Ost nach West ist da gemeint, also die LP3 die über die Cumbre führt. In der Vergangenheit gab es da freilich auch schon Sperrungen, z.B. wegen Unfällen oder wegen Arbeiten. Gleichzeitig sind die beiden Tunnel ein Problem, wenn da mal was nicht geht, dann hat man ein richtiges Problem. In der Vergangenheit hat man den alten Tunnel ja bereits saniert, und deshalb war dann der neue Tunnel in beide Richtungen befahrbar. Nun wird es aber Spannend. Sergio Rodriguez, oberster Palmero und Darwin Rodriguez, oberster Straßenbauer haben nun eine Erklärung rausgehauen, die mächtig für Unmut sorgt. Am Ausgang des alten Tunnels wird ja gerade auf der Westseite gebaut, die Kastanienkurve bekommt eine neue zusätzliche Fahrspur. Ob es nun tatsächlich nur darum geht, wird aus der Mitteilung nicht ganz klar. Man gedenkt nämlich den die LP3 von Ost nach West zwischen dem 3.3. und dem 5.3. zu sperren. Ab dem Eingang zum neuen Tunnel soll der Verkehr an diesen Tagen von 8:00Uhr bis 19:00 Uhr nicht mehr fließen. Der neue Tunnel, der von West nach Ost führt, der bleibt offen. Wer nun denkt, dass man ja dann einfach über El Pilar fahren kann, hat sich verrechnet, auch hier ist der letzte Abschnitt nicht möglich, was dann eben wirklich auf die Kastanienkurve hindeutet. Das bedeutet, und so wird da nun auch in der Erklärung mitgeteilt, dass man an diesen Tagen, um auf die Westseite zu kommen, doch bitte den Weg über Fuencaliente nehmen soll. In die andere Richtung soll alles normal laufen.
Diese Mitteilung verärgert nun aber nicht nur die Leute, sondern auch den politischen Gegner. Und da werden Fragen gestellt, die nicht ganz unberechtigt sind. Die PSOE hat sich zu Wort gemeldet und fragt, warum man diese Arbeiten nicht einfach nachts durchführen könne. Schließlich sei da ja weniger Verkehr und die Regelung, dass man die Straße am Tag sperrt und nachts aufmacht, sei doch unsinnig. Natürlich muss da immer die arme Krankenschwester nach einem stressigen Nachtdienst herhalten, die dann am Morgen statt 20 min bis El Paso, einfach mal 21,5 Stunden benötigt. Auch Patienten, die an diesen Tagen zur Untersuchung ins Hospital müssen, wissen nun nicht, wie man zurückkommen soll. Anstatt in den Bus zu sitzen und nach El Paso zu fahren, muss man dann nach Santa Cruz, dort umsteigen, um den Süden rum nach Los Llanos und dann erneut den Bus wechseln. Eine andere Frage ist, warum man den neuen Tunnel nicht einfach in beide Richtungen öffnet. Während der Sanierungsarbeiten des alten Tunnels ging das ja schließlich auch. Und da war nicht nur die Rede von 3 Tagen, das ging wesentlich länger. Unter den Meldungen, die das Cabildo in den sozialen Medien veröffentlicht haben, stapeln sich die empörten Kommentare, und der Hinweis, dass man nicht mehr ganz bei Trost sei, die Sache so zu lösen, ist einer der freundlicheren Äußerungen. Es gibt also mächtig Gegenwind und nun schauen wir mal, wie die Geschichte ausgeht. Noch haben wir eine Woche Vorlauf und deshalb ist es gut denkbar, dass sich da noch eine andere Lösung finden wird.
