Neue alte Fotos

Die Weltlage ist kacke, da kann man sich auch mal mit was anderem beschäftigen, als vor dem Fernseher oder Internet zu hängen und zuzuschauen, wer gerade wieder wem eine Bombe vor den Latz haut. So ein Internet bietet da nämlich auch Sachen, die recht spannend sein können. Heute wurde ein Artikel bei „La Palma Ahora“ veröffentlicht, der sich mit der fotographischen Geschichte unserer Insel befasst. Hintergrund ist eine Pressemitteilung von Fernando Rodríguez Sánchez, dem Leiter des Chronologieprojekts von Santa Cruz de La Palma. Dieser gibt bekannt, dass er fast 2.000 antike Fotografien ins Netz gestellt habe, die man sich nun Anschauen kann. Dabei geht es nicht nur um unsere Hauptstadt, sondern auch um andere Orte der Insel. Fündig wird man da bei Oldpik.com. Im Prinzip kann da jeder seine Fotos hochladen, die sollten eben nur schön alt sein. Alldieweil der Mann ja nun mal für Santa Cruz die Chonic macht, gibt es von dort auch die meisten Fotos. Man muss dann oben in die Suchleiste die Gemeinde eingeben, das funktioniert für Orte auf der ganzen Welt, und kann sich dann durch die Bilder arbeiten. Ganz zuerst erscheinen die ohne Jahreszahl, anschließend gehen die dann von alt nach neu. Im Falle von Santa Cruz stammt das älteste Foto aus dem Jahr 1854 und zeigt das Teatro Chico. Das neueste alte Foto stammt aus dem Jahr 1976. Aber es gibt nicht nur Fotografien, auch alte Zeitungsanzeigen und Werbeplakate sind zu finden. Spannend sind z.B. die alten Plakate zur Bajada de la Virgin, mit den Zwergen drauf. Wer also Zeit und Muse hat, der kann sich nun einige Stunden beschäftigen.

Das Projekt, so heißt es in der Pressemitteilung, „vereint die bisher größte Sammlung alter Fotografien von La Palma und bietet der Öffentlichkeit ein einzigartiges visuelles Archiv. Es ermöglicht ihr, die Geschichte der Insel anhand authentischer, sorgfältig dokumentierter Bilder im Großformat zu erkunden, wobei in den meisten Fällen Jahr und Autor angegeben sind.“ Fernando Rodríguez Sánchez spricht davon, dass dieses Projekt mit einer entsprechenden Verantwortung einhergehen würde. „Nicht alles ist wahr, wenn wir über Geschichte sprechen. Jedes Bild ist ein Zeugnis, das wir bewahren müssen, denn durch sie geben wir unser historisches und kulturelles Erbe an zukünftige Generationen weiter.“

Jetzt kann man sich vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, mal kurz 2.000 alte Bilder zusammen zu tragen. Vieles sei von den gemeinden gekommen, aber auch viele private Menschen, die bereitwillig ihre Fotoalben zur Verfügung gestellt hätten. Fernando Rodríguez bedankt sich in der Pressemitteilung auch bei der Gruppe „Historia de La Palma“ die an dem Projekt mitgearbeitet haben. Zudem sei das nun erst ein Anfang. In Zukunft soll die Bildergalerie noch entsprechend wachsen und stetig neue Aufnahmen hinzugefügt werden.