Wasserstandsmeldung, Kälte und ewig lockt der Asphalt

Immer am Anfang eines Monats kommt die Wasserstandsmeldung. Das ist für die landwirtschaftliche Insel ungeheuer wichtig, dass in unseren Staubecken auch ordentlich was drin ist. Im Februar haben wir nochmal ein wenig zugelegt, aber der Winter ist ja nun vorbei, und so langsam beginnt dann die Phase, in der der Wasserstand wieder abnimmt. Dass mit dem Winter stimmt auch nicht so ganz. Es ist gerade recht kalt, und auf dem Roque wurden 4 Grad miese gemessen. Da ist alles verreist und wir hatten sogar eine Wetterwarnung, wegen potentialem Schneefall. Grund hierfür ist ein Kalte Luft, auch verbunden mit Niederschlägen, die nördlich von uns über den Atlantik kommt und den Namen Regina trägt. Die Ausläufer machen sich auch auf La Palma bemerkbar, im Norden hat es geregnet, im Tal hat es nur ein wenig getröpfelt und es war recht trüb. Heute scheint aber schon wieder die Sonne, man sieht aber über dem Atlantik immer wieder einen Regenbogen. Da kommt also noch etwas Feuchtigkeit von oben, und vielleicht bekommen wir ja dann auch noch etwas mehr Wasser in die Becken. Bei 49% Füllmenge sind wir gerade, was nicht toll ist, aber durchaus vertretbar. Wie immer darf man sich nicht täuschen lassen, wenn man ein einzelnes Becken betrachtet und dann denkt, dass das ja voll ist. Die Füllstände liegen zwischen 91% und 25% und da die ganz großen Becken, also die mit der hohen Kapazität, eben prozentual weniger Füllstand haben, drückt das den Schnitt nach unten.

Im Zuge der Asphaltierung der Kastanienkurve am Eingang zum Tunnel durch die Cumbre, haben wir ha nun eine Ampelregelung, die ab heute gilt. Es kann also zu einigen Verzögerungen kommen, wenn man den Tunnel passieren will, aber immerhin geht das nun in beide Richtungen. In diesem Zusammenhang kommt das Asphaltdilemma wieder auf den Tisch. Unser Inselpräsident meinte ja, dass die Arbeiten nicht nachts ausgeführt werden können, weil man da nicht an den schwarzen Belag rankommen könnte., man habe derzeit nur eine Firma auf der Insel, die das machen kann, und die lassen sich den Spaß fürstlich bezahlen. Folglich müsse da nun Konkurrenz her, weil der Asphalt nirgends so teuer sei, wie auf La Palma. Sprich wir benötigen ein zusätzliches Asphaltwerk. Wo sagt der Mann nicht, und auch wenn er behauptet hat, dass er sich an die Kiefer ketten würde, bevor oben im Riachuelo so ein Werk entstehen würde, traut man dem Braten dann nicht wirklich. Faktisch geht das eigentlich ja auch nicht wirklich auf der Insel, dass man da ein neues Werk aufbaut. Da gibt es ja Spielregeln, die Abstände zu Siedlungen vorschreiben, und in das Naturschutzgebiet geht ja auch nicht si einfach. Man erinnert sich an den langen Kampf der Bürgerinitiative, welcher ja dann auch Erfolg hatte, ob der beiden geplanten Werke im Industriegebiet, das nun unter der Lava liegt. Die neue Idee ist nun, aber natürlich noch nicht spruchreif, dass man eine inseleigene Firma aufmacht, die zukünftig den Asphalt herstellt und liefert. Das würde den Preis senken, so meint Sergio Rodriguez und wird mit dem Satz „wir müssen Freiräume schaffen, und das hat mit Raumordnungspolitik zu tun, damit strategische Projekte wie diese für Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen, rentabel sind“ zitiert. Was nichts anderes bedeutet, als dass man, wenn die Spielregeln das nicht zulassen würden, man eben die Spielregeln ändern müsse, bedeutet. Man muss da auch nicht panisch werden. Das Asphaltwerk ploppt alle paar Jahre auf, und man könnte meinen, dass es dabei stehts auch darum geht, zu schauen, wie die Öffentlichkeit reagiert.