Der Vulkan, bzw. das was er hinterlassen hat, verursacht ganz unterschiedliche Interessen. Derjenige der ein Stück Land unter der Lava hat, der hätte es ganz gerne recht locker geregelt. Die Wissenschaft hätte gerne auf allem den schützenden Finger, möglichst nichts anfassen und verändern, weil sich da dann, in verschiedenen Disziplinen vortrefflich forschen lassen könnte. Die Politik muss der Sache gerecht werden, steht im Prinzip auf Seiten der Betroffenen muss aber gleichzeitig gewisse Spielregeln einhalten. Schließlich gibt es da eigentlich Regeln, was den Naturschutz betrifft. Und auch wenn man mit Natur immer einen grünen Wald meint, eine frische und unberührte Lavalandschaft ist einfach natürlichen Ursprungs, auch wenn es da erst einmal nicht all zu viel leben gibt. Natur ist das trotzdem. Deshalb hat man da gewisse Schutzkategorien im Kopf, bei jeder einzelnen wird dann entschieden, was da letztlich gemacht werden darf und was nicht. Man hat nun schon mal einen provisorischen Plan gemacht, und dafür auch schon mal Rücksprache mit den Geologen gehalten, so erzählt e es unser Inselpräsident in der Parlamentsdebatte. Druck kommt wie immer von der Opposition, die gleich mal nachfragte, ob das nun bereits mit den Gemeinden besprochen hätte, wie die Schutzzonen denn aussehen sollen, schließlich liegen die ja auf Gemeindegebieten. Und es wurde gefragt ob die Betroffenen nun anhand der vorläufigen Karte, nun wissen, woran sie mit ihrem Stück Land seien. Klar ist das nämlich nicht, alldieweil das ja bislang nur ein Vorschlag ist. Man habe aber extra noch einige Grundstücke oberhalb des Friedhofes von Las Manchas aus der Superduperschutzzone rausgenommen, damit das Land irgendwann von den Eigentümern wieder genutzt werden könne, so der Inselpräsident. Aber genau wird die Sache nun wieder recht undurchsichtig. Dass man den Plan gemacht habe, in dem die absolute geschützte Zone vermerkt ist. Wir reden hier von 309 ha, was im Prinzip nur die Zone um den Krater herum ist plus die beiden neuen Lavadeltas. Über die Nutzungsbedingungen der anderen Bereiche weiter oben, sagt man nichts, meint aber, dass man das Recht habe als Inselverwaltung da noch einen Plan zu erstellen. Es ist aber eben möglich, dass es da noch massenhaft Einwände geben könnte. Sei es von Umweltschutzverbänden, was ja auch beim Baubeginn des verschütteten Abschnittes der LP2 passiert ist, oder auch von Wissenschaftlern, die um Ihr Freilandlabor bangen. Ziel sei es aber, die schützenswerten Gebiete, die eben ein charakteristischer Teil der Kanaren sind, zu erhalten und gleichzeitig nicht den Wiederaufbau zu gefährden. Hinzu kommen dann noch mögliche Einschränkungen durch unterirdische Lavaröhren, noch hohe Temperaturen und so weiter und so fort. Bevor die Schutzzone nun aber gesetzlich festgeschrieben wird, möchte man noch die Betroffenen anhören, damit diese auch entsprechende Einwände anbringen können. Gleichwohl gibt es da noch keinen Termin und man sagte auch nicht, wann das denn so ungefähr geplant sein soll. Ob das nachher so kommt, oder ob noch viel mehr zum Schutzgebiet gehören wird, muss man nun mal abwarten. Hinter dem bisherigen Plan soll aber zumindest ein wissenschaftliches Gutachten (von wem?) und das Drängen der gemeinden stehen, da doch endlich mal zu Potte zu kommen. Wenn das aber so durchgeht, dann haben die Menschen, die da ein Grundstück unter der Lava haben, gewonnen. Während des Ausbruchs gab es ja teilweise die Haltung, dass die komplette Lava sakrosankt sein müsse, so würde es das spanische Recht vorschreiben. Das wurde aber recht schnell abgeräumt. Später dann sollten aber auch Gebiete wie El Pompillo noch in der Zone liegen, davon ist man nun auch weg.
