Der Frühling ist da, also nicht so wirklich, irgendwie bleibt es frisch und windig, aber offiziell eben doch. Nach dem Frühling kommt der Sommer, und vor allem wenn es da windig ist, dann wächst die Gefahr von Waldbränden. Aber es wird aufgerüstet, nicht nur, was neue Löschfahrzeuge und Hubschrauber in den letzten Jahren angeht, auch in Sachen Technik passiert da etwas. Die kanarische Regierung plant ein Pilotprojekt, bei dem vernetzte Sensoren im Wald aufgestellt werden sollen. Ausgewählt für die Geschichte wurde La Palma, genauer die Gemeinde Tijarafe, mit der Begründung, dass es dort, im Verhältnis zur Gesamtfläche den meisten Wald geben würde. Das Projekt wurde gestern von Marcos Lorenzo, dem stellvertretenden Minister für Katastrophenschutz der Regionalregierung, gemeinsam mit der Umweltministerin der Inseln, Mónica Gómez Curiel, und der Bürgermeisterin von Tijarafe, Yaiza Cáceres, vorgestellt. Umgesetzt werden soll das von Securitas, eine Firma die normalerweise für die Installation von Alarmanlagen bekannt ist. Dazu sollen vernetzte Sensoren im Wald der gemeinde installiert werden. Ziel dabei ist es nicht nur die Brände frühzeitig zu entdecken, sondern auch Vorhersagen zu treffen, weil damit kontinuierlich Daten generiert werden. Die Daten sollen dann in zwei Kommunikationszentren zusammenlaufen, und in Echtzeit ausgewertet werden. Neben Wetterdaten, wie generelle Temperaturentwicklung und Wind, sollen die Sensoren auch starke Anstiege der Temperatur messen können, sowie die Entwicklung von Gasen messen können. Was letztlich wohl bedeuten soll, dass man Rauchentwicklung durch Feuer erkennen kann. Das ganze System ist ferngesteuert und soll auch ohne ausreichende Mobilfunkverbindung funktionieren und nicht auf eine externe Stromversorgung angewiesen sein. Die Installation soll in den nächsten Tagen erfolgen, die Inbetriebnahme dauert dann aber noch etwas. Für die Kalibrierung rechnet man rund sechs Wochen. Laut Marcos Lorenzo bindet das System, wegen seiner Vernetzung an den Schaltzentralen, die anderen vorhandenen System zur Branderkennung und Brandbekämpfung, wie Geolokalisierung, mit ein, und soll somit eine entsprechende Ergänzung und ein „nützliches Werkzeug für die Verantwortlichen bei solchen Ereignissen sein“