Es droht schon wieder Ungemach und alles läuft nach Plan

Der spanische Wetterdienst Aemet meldet sich und verspricht den Kanaren eine Änderung zur meteorologischen Ungemütlichkeit. Regen ab Morgen und das dann die ganze Woche sagen die vorher. Von bis zu über 220 L pro qm bis Sonntag ist da die Rede. Viel aber eben auch nicht all zu viel. Dennoch immer noch genug, dass man frustriert drinnen bleiben möchte. Für eine Warnung reicht das nicht aus, mit dem Regen. Anders verhält es sich aber mit dem Wind. Da gehen wir im Osten und in der Mitte der Insel ab Mittwoch auf „Gelb“ (Böen bis 80h/km), was auch nicht so schlimm wäre, aber der Wind kommt von Westen, und trifft uns an der empfindlichsten Stelle, die da der Flughafen ist. Fallwinde dort verheißen nichts Gutes und haben in der Vergangenheit regelmäßig zu Problemen geführt. Da darf man wieder einmal gespannt sein, wie das wird, und der Ferienhausvermittler sitzt dann angespannt vor Flightradar und schaut, wer es runter schafft und wer nicht. Und wenn es einer packt, dann ist man gleich voller Hoffnung, dass es der nächste dann auch noch schaffen wird. Aber man muss den Teufel nicht an die Wand malen, noch ist etwas Zeit, und die Nummer mit der kleinen Insel im Atlantik, und eine minimale Änderung der Windrichtung, können dann alles wieder in den grünen Bereich bringen. Vor hohem Wellengang wird auch gewarnt. Ebenfalls am Mittwochvormittag. Diese gelbe Warnung betrifft aber die komplette Küste der Insel. Unschön ist aber die Temperaturvorhersage. Aemet sagt für El Paso am Donnerstag zwischen 7 und 12 Grad vorher. Dazu dann Wind und Feuchtigkeit, lässt einen jetzt schon innerlich frösteln.

Am Freitag hat sich die regional Politprominenz das Gebäude am östlichen Eingang von Los Llanos angesehen. Hier sollen 53 Sozialwohnungen entstehen, vorrangig für die Vulkanopfer, die streckenweise immer noch Containern und Holzhäusern lebt. Mittlerweil ist da Farbe dran und man hat Fenster in die ehemalige Bauruine eingebaut. 10,3 Millionen Euro hat die Inselregierung für den ehemaligen Rohbau bezahlt und dann noch später ordentlich Geld reingesteckt. Generell versucht man gerade ordentlich Geld für Wohnraum für sozial benachteiligte in die Hand zu nehmen. In Summe sind momentan 92 Millionen vorgesehen, um bezahlbaren Wohntraum zu schaffen. Bei dem nun begutachteten Projekt, handelt es sich aber, wegen der Vorrangigkeit der Vulkanbetroffenen, um eine Besonderheit. Und der Bau, bzw. der Ausbau verläuft nach Plan. Man denkt bis Mitte des Jahres fertig zu werden, was die eigentlichen Erwartungen an das Tempo sogar noch übertreffen würde. Zwischen Erwerb und Fertigstellung würde dann nur rund ein Jahr liegen. Wer die Bauarbeiten in den letzten Monaten beobachtet hat, der merkte schon, dass das recht zügig vorwärts geht, und in Anbetracht, dass da 20 Jahre ein verlassener Rohbau stand, ist das doch mal erfreulich. Ob die Vulkanopfer, die im Prinzip ja größtenteils bislang in einer losen Siedlung mit Garten gewohnt haben, wirklich alle in einer Wohnung ganz glücklich werden muss nun auch mal abgewartet werden. Dass die Wohnungen aber am Ende reißenden Absatz finden werden, das steht außer Frage, zu viele warten derzeit auf eine Sozialwohnung. Wer aber bei der Presseveranstaltung gut hingehört hat, der konnte da auch noch etwas zwischen den Zeilen vernehmen. So hat elperiodicodelapalma.es heute eine interessante Meldung veröffentlicht. Am Rande des Pressetermins hat unser Inselpräsident Sergio wohl verlauten lassen, dass man derzeit im geplanten Schutzgebiet um den Vulkankegel rum, nicht ausschließen würde, dass da tatsächlich Vulkanbetroffene wieder ein Wohnhaus bauen könnten. Bislang hörte sich das nicht wirklich so an, weil die Zone eigentlich als quasi unberührbar galt. Davon, dass ja am Ende die Inselregierung den Flächennutzungsplan erstellen würde, und man müsse da schließlich Natur und Landschaftsschutz mit den privaten Rechten der Eigentümer in Einklang bringen. Ob das wirklich so geht, oder ob diese Aussage Politik ist, dass steht auf einem anderen Blatt. Und so räumte man dann gleich ein, dass es sich um ein „komplexes Gebiet mit vielen relevanten Fragen“ handeln würde.  Heute dann findet in der Casa de la Cultura in El Paso ein Treffen mit den Betroffenen statt, um die Geschichte in der roten Zone zu erörtern.