Es ist unangenehm, aber es geht. Im Prinzip treffen die Vorhersagen und die Warnungen mehr oder weniger zu. Gestern wurden, laut Apalmet auf dem Roque in 24 Stunden stattliche 112,8Liter Niederschlag gemessen. Am Eingang zum alten Tunnel auf der Ostseite, waren es über 98 Liter. Aber da hat man bereits frühzeitig reagiert. Bereits am Donnerstag Nachmittag hat man die Zufahrt gesperrt, weil man da Erdrutsche befürchtet hat, und den Verkehr aus beiden Richtungen durch den neuen Tunnel laufen lassen. Im oberen Teil des Aridanetals waren es immer noch 68 Liter auf den qm, aber letztlich ging es bislang. Es ist eben unangenehm kalt und man spürt die Feuchtigkeit schon mächtig. Allerdings sagt die aktuelle Prognose für Heute entsprechend höhere Niederschläge voraus. Für El Paso stehen über 100 Liter auf dem Programm, wobei man eben abwarten muss, wie die Sache sich entwickelt. Immer wieder kräftige Schauer, die aber meist recht zügig rum sind. Schaut man sich die bisherige Niederschlagsmenge an, und vergleicht das mit der Prognose, dann steht da eine Differenz von eben fast 100 Litern. Der positiv denkende Mensch, meint, dass das ja gut ist, weil entsprechend weniger kommt als angekündigt, der negativ denkende meint, dass da ja noch einige Stunden Tag übrig sind, um die Prognose zu erfüllen. Wir reden aber gerade von El Paso. In Garafia hat es laut Apalmet schon in den ersten 10 Stunden des Tages wieder rund 40 Liter Niederschlag gegeben.
Laut Vorhersage soll es morgen aber schon deutlich besser werden, und auch die aktuellen orangenen Wetterwarnungen (hohes Risiko) sind morgen schon wieder auf gelb gesetzt. Das mit den Warnungen scheint auch ganz gut zu funktionieren. Auf den Straßen ist relativ wenig los, die Menschen bleiben drin und trocken. Und auch die Warnungen die von der Kanarischen Regierung herausgegeben wurden, tun ihr Übriges. Bislang ist zumindest nicht bekannt, dass irgendwer zu Schaden gekommen ist. Zwar ist immer wieder die Rede von hunderten von „Notrufen“ auf den Kanaren wegen der Therese, was dann auch gerne in der deutschen Presse so übernommen wird. Aber dabei handelt es sich in fast allen Fällen um eingegangene Meldungen über kleinere Erdrutsche, die das Passieren von Straßen problematisch machen würden. Häufig wird das Geröll dann einfach von der Verwaltung weggeräumt und alles läuft normal. An Stellen mit größeren Problemen erfolgt dann eine Sperrung, damit ja keiner einen Felsen aufs Autodach bekommt. Über den Notfallplan der Insel hat man auch provisorisch schon einiges im Vorfeld gesperrt, um kein unnötiges Risiko einzugehen.
Heute scheint es aber am Flughafen problematisch zu sein. Bislang ist nicht erkennbar, dass irgendwas gelandet ist, und der erste Anflug der „Rettungsmaschine“ der Easyjet, die aus Porto hierher kommt, um die, zuerst wegen Streik und dann wegen Wetter und technischen Problemen gestrandeten Berliner, die seit Mittwoch hier festhocken, zurück zu bringen, wurde gerade erwartungsgemäß abgebrochen.