Der normale Palmero fand das mit dem Regen nicht gar so schlecht. Schließlich sind wir nach wie vor eine Landwirtschaftliche Insel, und Regen tut der Sache gut. Natürlich ist es jetzt nicht so, als ob das ganze Nass nun direkt hilft. Da spart man sich die nächsten 2 Wochen das intensive Bewässern, aber dann ist das auch verbraucht. Der wirkliche Mehrwert liegt in den Wasserspeichern. Mehr Wasser bedeutet dann einfach, dass man im Sommer, wenn man bewässern muss, das Wasser billiger bekommt. Anfang März war der Speicherstand von alles Becken zusammen bei 49%, was schon nicht so schlecht war, hat aber nun durch die Theres nochmal ordentlich was drauf bekommen. Der Füllstand liegt nun bei 73%. Das ist, angesichts dessen, dass die Gesamtkapazität gestiegen ist, eine Startvoraussetzung für den Sommer, die sich gewaschen hat. Klar haben wir hier die Bananebarone, die auch den höheren Preis für das Wasser ohne Wimpernzucken abdrücken können, für die ganzen kleinen Anbauer, und es gibt viele, die nebenher noch Bananen haben, sinken nun aber die Produktionskosten. Das Geld mehr im Beutelchen, wird von denen dann auch wieder ausgegeben und so haben auf der Insel am Ende noch viel mehr was davon. Das ist genauso wie mit dem Tourismus. Ist der Vermieter auf der Insel, dann gibt der das Geld auch hier wieder aus, und die Insel profitiert entsprechend mehr. Diejenigen, die sowieso genug haben, die kaufen vielleicht einen zweiten Sportwagen, davon hat dann aber hier keiner was.
Jetzt ist es aber wohl tatsächlich ru8m, mit der Therese, die gestern nochmals über die westlichen Inseln kam, und streckenweise auf Teneriffa sogar „roten Alarm“ ausgelöst hat. In Tacoronte gab es Niederschläge von 60 l in nur einer Stunde. Da kamen wir mit dem Reckord von 249l in 24 Stunden ganz gut weg. Therese hat noch mal eine Runde gedreht. Zuerst kam es von Westen und har dann, als es durch war, nochmal die Richtung gewechselt. Nordostwind gab es dann gestern, nicht sehr viel, was dafür gesorgt hat, dass die Regenmenge dann sogar höher war, als an den Tagen zuvor, alldieweil die Wolken länger an Ort und Stelle blieben. Trotz des Tages gestern ist nicht viel passiert auf La Palma. In Garafia hat es noch eine Kiefer über die Straße gelegt, und nach wie vor ist der Zugang zum alten Tunnel gesperrt. Aber ansonsten kamen wir ganz gut davon. Gestern wurde auch am Nachmittag alles abgesagt, und heute Morgen, als schon alles rum war, war auch keine Schule. Diese Entscheidung kam auch nicht von der Schule selber, sondern vom kanarischen Bildungsministerium. Eine Veranstaltung wurde gestern aber dann doch durchgezogen, und das Rathaus von El Paso hat sich da auch gnädig gezeigt und den Zugang zum städtischen Stadion offengelassen. Man hat am frühen Abend dann doch noch Fußball gespielt, und der Kunstrasenplatz musste nicht gewässert werden, sondern vor der Partie haben fleißige Helferlein versucht den Platz mit Besen halbwegs bespielbar zu machen, was, wenn man ehrlich ist, nicht wirklich geklappt hat. Die Gastmannschaft kam aus Lanzarote, und eigentlich wollte man schon am Sonntag spielen, da war dann aber die Landung so unsicher, dass man bereits am Samstag miteinander gesprochen hat, eben am Dienstag zu spielen. Die Wetterprognose lies das ja auch zu. Und dann waren beide Teams der Meinung, dass man das nun doch durchziehen möchte, weil bei halbprofessionellen Teams, Spiele unter der Woche, wegen Arbeit kaum Möglich sind, und die Spieler der Jungs aus Lanzarote eben nicht wussten, ob der Chef ihnen noch mal außerplanmäßig frei gibt, damit die nach La Palma können. In der Halbzeit wollte der Schiedsrichter dann aber doch die Partie abbrechen und musste von den beiden Clubvertretern überredet werden, dass man die Sache zu Ende bringt.

