Man macht sich Sorgen und es gibt einen Jugendrat

Gestern gab es eine konstituierende Sitzung und wir haben nun auf der Insel einen offiziellen Jugendrat. Das hat der Concejal für Sport und Jugend der Insel, Yurguen Hernandez bekannt. Damit verfügt La Palma zum ersten Mal in seiner Geschichte über ein offizielles Gremium der Jugendvertretung. Da durfte und darf nun auch gewählt werden nämlich ein sogenanntes Exekutivorgan des Rates. Für die Bildung des Rates war bislang ein Lenkungsausschuss verantwortlich, der gewissermaßen die Vorarbeit geleistet hat. Es wurden verschiedene Organisationen ausgesucht, die Vertreter in den Jugendrat abstellen können, bzw. können diese gewählt werden. Diese stammen aus verschiedenen Bereichen, wie Sport und Kultur. Allerdings sind auch die Jugendorganisationen der drei großen Parteien, nämlich PP, PSOE und CC da vertreten. Die Idee, dass da Jugendliche aus unterschiedlichen Organisationen abgestellt werden, auch um die Vielfalt und damit auch die unterschiedlichen Interessen zu vertreten ist nicht ganz schlecht.  Allerdings wurde die Auswahl eben nicht von den Jugendlichen getroffen, sondern von der Verwaltung, und wenn es ein Anliegen sein soll, dass die Belange der Jugend auch gegenüber der Inselregierung zu Tage treten, dann ist die Festlegung, wer da mitmachen darf auch nicht ganz einfach. Die Vertreter der Parteijugend, werden gegeben Falls eher immer Parteipolitik vertreten, als die Interessen der Jugend an sich, wobei es ganz egal ist, welche Partei man da gerade nimmt. Eine richtige Jugendvertretung, bei der die Jugendlichen der Insel die Möglichkeit haben, ihre Vertreter selbst zu wählen, und auch ernsthaft politisch engagierte junge Menschen sich zur Wahl stellen ist das also nicht. Zudem ist natürlich zu befürchten, dass dort dann eher Partikularinteressen vorherrschen werden. Die Verine aus Sport und Kultur, z.B. eine Tanzgruppe oder jugendliche Filmschaffende, haben eben ganz eigene Interessen, auch weil si dann offiziell als Vertreter des eigenen Vereins agieren, und nicht als gewählte Vertreter der kompletten Jugend der Insel. Prinzipiell ist das aber eine gute Sache, dass da nun eine feste Vertretung installiert wird. Das sieht auch Yurguen Hernandez so, und betont, dass die Jugend damit aufhört Zuschauer zu sein, und zu einem aktiven Protagonisten der Zukunftsgestaltung der Insel wird.

Wir haben schon wieder Wetter. Nicht überall aber der Alarm ist schon wieder auf Gelb. Nicht wirklich schlimm, es ist nur wegen Wind, aber die Brisa rauscht ganz gewaltig durch den oberen Teil des Aridanetals, was schon wieder für eine gelbe Wetterwarnung reicht. Schlimm ist das nun nicht. Im Gegenteil, ein stabiler Wind aus Nordosten sorgt für eine stabile Wetterlage, und man hat nun tatsächlich die Hoffnung, dass der Winter vorbei ist. Die Sonne scheint kräftig, die Solaranlage arbeitet vor sich hin und macht tüchtig Strom und die durchweichten Außenwände der Behausungen können so schön abtrocknen. Die Nachwirkungen von Therese sind aber immer noch zu spüren. Barrancos und Abhänge soll man nach wie vor bitte meiden, alldieweil die Gefahr von Felsstürzen noch lange nicht vorbei ist. Das viel Wasser, welches da runterkam hat auch tatsächlich für Veränderungen in der Landschaft gesorgt, und in Tazacorte macht man sich nun Sorgen, was passieren wird, wenn man zum einen das Geröll nicht aus der Schlucht schafft, oder was passieren könnte, wenn da beim nächsten Mal noch mehr steine und Sedimente im Flussbett zu liegen kommen. Dass man entspannt unter der Brücke durchgehen kann, das ist gerade nicht der Fall. Da liegt so viel Material im Barranco rum, dass das fast nicht möglich ist. Nun befürchtet man, dass die Brücke beim nächsten Mal überspült oder sogar ganz weggerissen werden könnte, weil der das Ding verstopfen könnte. Außerdem könnte bei einer Verstopfung zu einer Art Staudamm entstehen und das Gebiet weiter hinten könnte dann überflutet werden, so fürchten die Anwohner. Jetzt hat man aber erstmal genug Zeit das ganze Geröll da raus zu schaffen, zumindest bis zum nächsten Winter.