Momentan passiert, geschuldet der heiligen Woche, nicht wirklich was auf der Insel. Man befindet sich kollektiv im österlichen Modus. Wer mag nimmt an den unzähligen Prozessionen Teil, und freut sich auf die versteckten Eier. Wer nun denkt, dass es das hier nicht gibt, liegt zwar richtig, aber auch hier ist man dabei, Gepflogenheiten aus anderen Ländern zu adaptieren, vor allem wenn der Nachwuchs davon profitiert, und entsprechend Druck macht. Seit einigen Jahren gibt es an manchen Schulen die Geschichte, dass ältere Kinder für die Kleinen Schokoeier verstecken. Dank Lidl gibt es das Zeug nun hier auch zu kaufen. Und so manche Familie hat das nun schon übernommen. Im eigenen Haushalt sind wir da im Prinzip schon durch. Wir haben keine Lust mehr zu verstecken, auch weil im letzten Jahr noch Wochen später einige kleine Schokokugeln, verschmolzen mit dem Alupapier aufgefunden wurden. Dem Großen ist das auch egal. Natürlich besteht der auf die Schokolade, aber in die Hand ist dann doch wesentlich angenehmer, auch weil man überhaupt keine Lust hat, sich am letzten Tag der Osterferien, früh aus der Decke zu schälen. Die jüngere Tochter hat, weil wir ja nicht mehr möchten, nun den Onkel verpflichtet, der gerade zu Besuch ist, die Eier zu verstecken und freut sich wie Bolle. Der Onkel hat auch im Vorfeld schon den Auftrag erhalten, den goldenen Hasen aus Schweizer Produktion mit auf die Insel zu bringen, weil Tradition eben doch wichtig ist.
Nun aber zu den Taxis: Schon vor einigen Tagen hat die Gemeinde El Paso verkündet, dass man dabei ist zwei Taxilizenzen zu entziehen und bereits zwei weitere widerrufen habe. Ziel ist es, einen besseren Service zu erhalten. Auf den ersten Blick mag das nicht ganz zusammenpassen, auf den zweiten Blick wird da aber der berühmte Schuh draus. Der Grund liegt darin, dass man nur eine begrenzte Anzahl von Lizenzen vergibt. Und wer so eine besitzt, der mag die natürlich behalten. Innerhalb der Familie werden die gerne weitergegeben, theoretisch lassen die sich aber verkaufen, alldieweil die eben entsprechend begehrt sind. Wer aber eine besitzt und sich beruflich anderweitig orientiert hat, der gibt das Teil nicht her. Vielleicht wollen ja mal die eigenen Kinder oder ein Neffe das Ding nutzen, und, wenn man nicht auf das Geld durch den Verkauf angewiesen ist, dann behält man das, als eine Art Wertanlage und ist halt Taxifahrer in Teilzeit. Die Folge ist dann, dass die Taxistation in El Paso häufig nicht besetzt ist. Manchmal kann man da langlaufen und man hört es aus dem Kasten schellen, aber keiner ist da um den Anruf entgegen zu nehmen, um einen dann abzuholen. Hier El Paso muss man sich tatsächlich frühzeitig um einen Wagen bemühen. Darauf zu spekulieren, an den Taxistand zu laufen, um flugs zum Flughafen zu kommen, kann schief gehen. Für die Gemeinde ist die Geschichte aber kein allzu einfaches Unterfangen, so berichtete zumindest der Bürgermeister Eloy Martin in der Ratssitzung Anfang dieser Woche. Die Geschichte ziehe sich bereits seit 15 Jahren hin, und auch die beiden bereits entzogenen Lizenzen sind noch nicht endgültig weg. Die Schwierigkeit liege darin, dass man die „missbräuchliche Nutzung“ der Lizenz nachweisen müsse. Dafür seinen unzähligen Polizeiberichte notwendig und es ist eben die Gemeinde die verpflichtet ist den Nachweis zu erbringen, dass die Lizenzen nicht ordnungsgemäß verwendet werden. Erst wenn die Geschichte rechtlich komplett über die Bühne gegangen ist, gäbe es die Möglichkeiten die Lizenzen neu auszuschreiben. Sprich die Betroffenen können gegen den Entzug klagen, und erst wenn das dann durch alle Instanzen durch ist, gibt es dann wieder mehr eisatzbereite Taxis. Momentan sei aber, durch die entzogenen Lizenzen, der Taxiservice eben noch mehr beeinträchtigt als zuvor, zu der stellvertretende Bürgermeister Omar Hernandez.