Die wetterbedingten Gegebenheiten bezüglich der Reise von Ost nach West und umgekehrt, wecken nun Begehrlichkeiten und sorgen dafür, dass ein Thema wieder auf den Tisch kommt, das eigentlich schon abgehackt war. Die Tatsache, dass wegen der Erdrutsche auf dem Weg zum alten Tunnel durch die Cumbre Straße gesperrt war, sorgte dafür, dass der neue Tunnel, entsprechend weiter unten, in beide Richtungen geöffnet war. Und, wie nicht anders zu erwarten, kam das beim Vilk sehr gut an. Man war entsprechend schneller und sparte sich den mühseligen Zusatzweg. Wie schön wäre es also, wenn man die Zweispurigkeit des großen Tunnels, dauerhaft implementieren würde. Allerdings geht das nicht so einfach, schließlich ist der zu lange, verfügt nicht über das entsprechende Belüftungssystem und vor allem fehlt eine dritte Spur, bzw. eine Rettungsrühre, durch die die Hilfskräfte im Notfall, an die Unglücksstelle kommen könnten. Die Geschichte, die bis Anfang der Woche so lief, war ausdrücklich eine Ausnahmesituation, wie die Inselregierung erklärte. Durch die Erdrutsche in Folge der unwettrigen Theres, konnte man objektiv das Risiko für eine zweispurige Benutzung, als geringer einstufen, als wenn man die Autos die andere Strecke hätte nehmen lassen. Das akute Risiko ist nun aber an der Stelle rum, und deshalb geht das nun wieder seinen alten und gewohnten Gang. Aber irgendwie war das dann eben doch recht bequem und deshalb hat sich der Inselrat diese Woche in der Plenarsitzung mit dem Thema befasst, und man möchte tatsächlich den zweiten Tunnel, sprich die parallellaufende Röhre haben. Der Plan ist gefasst aber freilich steht der Tunnelbohrer deswegen noch lange nicht bereit. Der Tunnel gehört nämlich gar nicht der Insel, sondern der kanarischen Regierung. Verwaltet wird er aber von uns. Bezahlen muss aber dann doch wieder ein anderer, in dem Fall der Spanische Staat. Deshalb möchte man die Geschichte nun in das Straßenbauabkommen zwischen der Kanarischen Regierung und Madrid mit reinnehmen, auf das die das genehmigen, und den Bau dann auch finanzieren. Allerdings bedeutet das noch lange nicht, dass das was wird. All das ist eben auf verschiedenen Ebenen nun Verhandlungssache. Erstmal muss die kanarische Regierung das dann für gut befinden und in den Plan für das Straßenbauabkommen mit reinnehmen. Dieser ist zu Anfang immer recht voll, und dünnt sich dann, wenn es ans Eingemachte geht, entsprechend aus, weil die in Madrid zwar bereit sind zu zahlen, aber eben nicht alles. Dann muss man da Prioritäten setzten. Und wenn man da nun ganz ehrlich ist, dann ist die Renovierung des alten Tunnels nicht gar so lange her, den man dann gar nicht mehrbenutzen würde, zudem macht man ja gerade, im Bereich der Abfahrt Richtung El Paso, die Straße für teuer Geld neu und breiter. Auch das wäre mit dann wirklich für die Katz gewesen, weil dann nur noch diejenigen, die nach El Pilar fahren, über den Abschnitt müssen. Wir hätten das also ganz gern, aber im Prinzip wird da kaum was draus. Und wenn die uns das dann doch am Ende bewilligen würden, dann gehen da auch noch viele Jahre ins Land. Aber in einem Jahr wird hier wieder gewählt. Dabei kann es von Vorteil sein, wenn man da einen Tunnel fordert, auch wenn man eben weiß, dass das nicht ganz so einfach sein wird.