Zwei Zeitungen, zwei Schlagzeilen aber ganz andere Zahlen. Die Rede ist von der Arbeitslosenstatistik für das erste Trimester in diesem Jahr. Und da gibt es Unterschiede, die sich gewaschen haben aber, und das ist erstaunlich, als Grundlage die selbe Quelle benutzen, und je nach dem, wie man das liest, gibt das dann eben ein ganz anderes Resultat. Kurz gesagt, nach „elperiodicodelapalma.es“ sind 9,83% der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, als Arbeitssuchend gemeldet, was der niedrigste Wert seit 24 Jahren (bis dorthin reichen die Zahlen in der ISTAC-Tabelle zurück) ist, und unter dem kanarischen Schnitt liegt. „eltime.es“ titelt, das La Palma die höchste Arbeitslosenquote der Kanaren hätte und diese bei 14,7% liegen würde. Das wirft nun natürlich Fragen auf. Beide berufen sich auf die Zahlen von ISTAC, dem kanarischen Institut für Statistik. Und wenn man die ISTAC-Seite öffnet, dann kommt eine Graphik, welche den 9,83% entspricht, was auch einen Rückgang zum Vorjahreszeitraum von 3,90% bedeutet. Vielleicht liegt der Unterschied zwischen Menschen ohne Arbeit und Menschen die Arbeit suchen. Das ist nun natürlich Spekulation. Nicht jeder, der keine Arbeit hat, ist beim Arbeitsamt gemeldet. Und über die Gründe kann man da natürlich trefflich spekulieren. Da könnte man sagen, dass da welche dabei sind, die zwar im arbeitsfähigen Alter sind, kein eigenes Einkommen haben, aber eben nicht darauf angewiesen sind, eigenes Geld zu verdienen, sei es, dass man einen Partner hat, der genug verdient, oder Mama und Papa einen weiterversorgen. Dann kommt dazu, dass es vielleicht auch einige gibt, die ein Einkommen haben, das aber eben schwarz entsteht. Die melden sich dann auch nicht unbedingt beim Arbeitsamt als „arbeitsuchend“. Vielleicht gibt es auch welche, die längst die Hoffnung aufgegeben haben, einen Job zu finden, und sich abgemeldet haben, weil nach einiger zeit die Unterstützung ja auch ausläuft. Ohne Arbeit bedeutet aber in dem Fall eben nicht arbeitssuchend. Und je nachdem, welche Zahl man da zu Grunde legt, kommt man auf ganz unterschiedliche Zahlen. Vom niedrigsten Wert nach El Hierro, bis zum höchsten Wert des kompletten Archipels. Beide Zeitungen sprechen aber von einem stetigen Rückgang der Zahlen. Betrachtet man die Tabelle aber, dann muss man sehen, dass sich in den letzten Jahren, also seit der großen Bankenkrise, die Situation stark verbessert hat. 35,69% standen im 3. Triester 2012 zu Buche und so gesehen läuft das ja dann doch ganz gut. Man muss ja immer die Sache in ein entsprechendes Verhältnis setzten.

