Im Sommer wissen wir mehr

Das denkt zumindest der Direktor des Instituts für Astrophysik der Kanarischen Inseln (IAC), Valentín Martínez Pillet, welcher sich gestern zu den hochtrabenden Plänen bezüglich der Installation des TMT-Riesentelekops auf La Palma gestern geäußert hat. Es hängt, wie so oft, an der Finanzierung. Zwar gibt Spanien 400 Millionen Euro dazu, aber das Geld würde nicht reichen. Wichtig ist momentan der Wirtschaftlichkeitsprüfung der Europäischen Investitionsbank (EIB) statt, also der Bank der EU. Da waren bereits Mitarbeiter vor Ort, um sich den Standort anzuschauen, aber auch um mit den lokalen Behörden zu sprechen, wie weit die Unterstützung vor Ort ist. Valentín Martínez Pillet geht davon aus, dass die Entscheidung der Bank noch im Juni, spätestens aber Anfang Juli getroffen werden wird. Eine konkrete Summe, die es für die Finanzierung benötigt, nennt er nicht, nur dass die 400 Millionen eben nicht reichen würden. Die Wirtschaftlichkeitsanalyse sei aber bereits in Arbeit, und der zu erwartende Ergebnistermin sorge dafür, dass man dann, wenn sich Ende Juli die Macher des TMT-Projektes treffen würden, auch eine Entscheidung fallen würde. Sprich, wenn die Finanzierung stehen würde, rechnet er mit einer Zusage für die Errichtung des TMT auf La Palma. Dafür sei es aber notwendig, dass der Wirtschaftlichkeitsbericht positiv ausfallen würde, weil, sollte dies nicht der Fall sein, auch der Spanische Staat das Geld nicht zur Verfügung stellen würde. Die Zusage ist eben an einen positiven Entscheid der Bank gebunden. In der Folge hieße das dann, laut Valentín Martínez Pillet, dass die Bewerbung von La Palma abgelehnt werden würde, und wir uns die bisherige Träumerei schenken könnten, weil dann eben gar ein Geld für die Verwirklichung bereitstehen würde. Jetzt wird es also wirklich spannend und man habe einen engen Zeitplan. „Ich denke, wir werden diesen Sommer wissen, ob das TMT seinen Sitz endgültig auf La Palma haben wird. Das ist meine Erwartung. Es wird nicht mehr lange dauern.“, so meinte Valentín Martínez Pillet gestern.