Wir haben nicht viele attraktive Strände hier auf der Insel. Zumindest keine, die für Massentourismus taugen. Hier Im Tal ist die Nummer ganz einfach. Wir haben Tazacorte und Puerto Nasos. Und beliebt bei denen, die keine Infrastruktur drum rum brauchen, noch den Charco Verde. Im Prinzip langt das ja auch. Überfüllt ist es selten, so gesehen sind wir schon ganz gut ausgestattet. Die Playa Nueva gibt es nun nicht mehr, aber es klappt schon. Irgendwann gibt es auch wieder neue Badeorte. Schließlich lief da ja Lava ins Wasser und da haben sich schon einige Buchten, teilweise schon schön sandig, gebildet. Allerdings kommt man da nicht hin, alldieweil das bislang gesperrt ist. Aber die Inselregierung gibt nun bekannt, dass man daran arbeite. Das wiederum ist aber gar nicht so einfach, weil man da natürlich wieder verschiedene Interessen unter einen Hut bekommen muss. Für die Forschung ist so ein Neuland nämlich Gold wert, und die sind da schon von Anfang an dabei, zu untersuchen, was die Unterwasserfauna da so macht. Auch die Buchten sind von Interesse. Welche Algen bilden sich an den Felsen und welche Vögel landen am Ufer. All das wollen die Wissenschaftler ganz gerne recht ungestört beobachten. Schließlich ist es spannend die Besiedelung, ohne menschlichen Einflussnahme, zu erforschen. Ein weiterer Player in der Geschichte ist die Küstenschutzbehörde. Die haben da generell den Finger drauf. Und deshalb ist es nicht ganz so einfach da Zugangsmöglichkeiten zu schaffen. Die müssen das nämlich genehmigen.
Da sei man nun dran, so gibt der Inselpräsident bekannt. Grundsätzlich ist die Küstenschutzbehörde, so heißt es, einverstanden, und nun gehe es darum einen detaillierten Plan zu erstellen, welcher dann eben noch genehmigt werden müsste. Klar sei zumindest, dass es strenge Auflagen geben soll, wenn es darum geht, das Gebiet für den Normalmenschen zu öffnen. Schließlich handelt es sich dabei um geschütztes Gebiet. Quer über die Lave in Richtung Wasser zu klettern wird also sicher nicht drin sein. Ein weiteres Problem ist auch noch die eilig errichtete Wasserleitung, die da eigentlich auch gar nicht sein dürfte. Weil es der südlichen Banane aber nach Wasser dürstete, hat man da kurz nach dem Ausbruch eine Bewässerung drüber gebastelt, was einem später von der Küstenschutzbehörde um die Ohren gehauen wurde. Jetzt steht die aber im Weg. Das Teil ist oberirdisch draufgebaut worden, und verläuft eben parallel zur Wasserlinie. Wer ans Wasser will, muss da rüber. Der Plan sei nun, das Teil zu verbuddeln, aber auch da hat nun wieder der Küstenschutz ein Wörtchen mit zu reden. Auch was die „Straße“ angeht, die man da reingekloppt hat, um die Leitung zu verlegen, ist man noch nicht sicher, wie das so weiter geht. Von einer Minimierung der Auswirkungen wird da nun geredet. All das soll in die Planung für die Zugangsmöglichkeiten mit einfließen. Der wirkliche Plan, wann und wie man nun irgendwann an die neuen Badestellen kommen wird, den gibt es also bislang noch nicht. Wohl aber den Plan einen eben solchen zu erstellen.