Zumindest ist das geplant. Das Ministerium für Ökologischen Wandel und demografische Herausforderung hat beschlossen, Energiespeicher als Notfallreserve für Gebiete außerhalb der Halbinsel zuzulassen. Sprich für die Inseln. Das soll die Versorgungssicherheit erhöhen. Wir kennen das hier nur zu gut, dass der Saft wegbleibt. Zuletzt wieder mehrere hundert Haushalte im Aridanetal. Man geht sogar soweit zu behaupten, dass man derzeit vielleicht gebietsmäßig den Strom geplant abschalten muss, damit es keinen völligen Kollaps gibt. Das Problem sind zwar auch die Leitungen, aber vor allem unser großer Schwerölstinker der den Strom für La Palma produziert. Der Apparat ist so alt, dass es da immer wieder zu massiven Störungen kommt. Langfristig will man da nun weg, und die vulkanische Wärme zur Stromerzeugung nutzen, aber der Weg ist noch weit, und deshalb braucht es eine da nun andere Lösung. Die kanarische Regierung hat, in Person unseres früheren Inselpräsidenten Zapata beschlossen, dass wir zumindest noch ein Reservekraftwerk bekommen sollen, falls der steinalte Verbrenner wieder mal bocken sollte. Aber damit nicht genug. Man plant nun auch einen entsprechenden Speicher von 16 MW, was zwei Stunden Blackout abfangen soll. Finanziert werden soll das zu 25 % aus Madrid und zu 75% über die kanarische Regierung und uns im Ernstfall zwei Stunden versorgen. Die ganze Geschichte mit der Bewilligung hängt mit der Verordnung aus Madrid zusammen, mit der auf den Engpass in der Straße von Hormus reagiert wird. Nix Tankrabatt, sondern weg vom Öl lautet die Konsequenz in Spanien. Das Ganze dann noch auf Basis eines Gesetztes von 2015 welches vorübergehende besondere Maßnahmen ermöglicht um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Hier auf den Kanaren rühmt sich nun der Minister für den ökologischen Wandel für seine Arbeit, schließlich sind in einem Jahr schon Wahlen, und erklärt, dass man trotz der nicht abgeschlossenen Verhandlungen mit Madrid, die nun die Batterie ermöglichen, bereits mächtig vorgeplant habe. Um den Speicher möglichst schnell zu bekommen. Wann und wo, sagt er allerdings nicht, womöglich weiß er es selber noch nicht. Aber man sei der politischen Entwicklung voraus gewesen und hofft nun den Stromspeicher alsbald installiert und angestöpselt zu bekommen