Doppelte Warnung

Seit heute 12 Uhr gilt auf den gesamten Kanaren erhöhte Alarmstufe, wegen der hohen Temperaturen.  Die Inseln der Ostprovinz, sind da momentan noch etwas mehr betroffen als die im Westen. Es kann über 40 am Tage gehen und nachts immer noch an die 30 Grad. Deswegen warnt man die Bevölkerung den Anstrengungsball flach zu halten. Besonders die vulnerablen Gruppen, sollen sich im Kühlen aufhalten, Anstrengungen vermeiden und natürlich in der Mittagshitze nicht nach draußen. Für uns auf den Kanaren ist das gewissermaßen ein alter Hut. Jedes Jahr im Sommer gibt es einige Tage, wo es fast unerträglich wird. Aber die Insellage sorgt meist auch recht zügig dafür, dass es dann irgendwann auch wieder frischer wird. Allerdings kommt dann eben jeden Sommer wieder die Geschichte mit der Walsbrandgefahr hinzu. Und auch da haben wir nun hochoffiziellen Alarm. Nicht nur auf La Palma, sondern auf allen Inseln, auf denen es Wald gibt. Nur auf Lanzarote und Fuerteventura eben nicht.

Die Entscheidung, dass nun erhöhte Feuergefahr herrscht geht aus einem Treffen verschiedener Behörden hervor. Unter anderem der staatliche Wetterdienst AEMET und Vertreter der Gesundheitsbehörden, sowie der Regierungen der einzelnen Inseln und auch der Behörde für Umwelt und Klimawandel teilnahmen. Nun tritt eben das Protokoll von INFOCA (Sonderpläne für Katastrophenschutz und Notfallmaßnahmen bei Waldbränden der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln) in Kraft.

Grillen, offenes Feuer und das ganze andere Zeug, welches das Risiko, dass es brennt erhöht sind unbedingt zu unterlassen. Außerdem soll man um die Häuser herum schauen, dass dort kein trockenes brennbares Material ist. Jede Gemeinde und jede Insel hat da auch immer ihr entsprechendes Protokoll und man möge sich bitte daran halten. Möglich sind Zugangsbeschränkungen zu Waldgebieten, aber auch das Verbot an bestimmten Stellen zu parken, um einen möglichen Einsatz der Feuerwehrkräfte nicht zu behindern.

Hier wird immer gesagt, dass es die 30-30-30 Regel gibt. Das beinhaltet mehr als 30 Grad, weniger als 30% Luftfeuchtigkeit und mindestens 30 Kilometer Windgeschwindigkeit. Im Prinzip ist dem auch so. Die 30 Grad haben wir locker, unter 30% relative Luftfeuchtigkeit sind auch gegeben. Und der Wind ist in einigen Lagen auch schon angekündigt. Nur sollte man nun nicht auf den Trichter kommen, dass, wenn es nicht so stark windet, ja alles in Butter sei. Wenn die Behörden Alarm schlagen, dann ist eben Alarm und man sollte das schon ernst nehmen. Ab Donnerstag erhofft man sich dann bereits eine Besserung der Situation. Aber nun erstmal die Füße stillhalten und den kühlen Hauch der Klimamaschine genießen.