Wir haben, ganz offiziell den besten Bäcker der Kanaren auf der Insel. Gestern gewann die Bäckerei, die in Fuencaliente beheimatet ist, die „Miga de Oro“, als beste Bäckerei auf den Kanaren im Ganzen. Also eben nicht mit einem Produkt in einer einzelnen Kategorie, sondern als Gesamtsieger des Wettbewerbs. Nun darf man ins Baskenland fahren, wo dann nochmal die besten 50 Bäckereien Spaniens gegeneinander antreten um den nationalen Sieger zu wählen. Der Wettbewerb jetzt fand in La Laguna auf Teneriffa statt, was dem Zulay wohl auch entgegenkam. Der Laden läuft nämlich so gut, dass man mittlerweile bereits in La Laguna auf Teneriffa seine Zweite Filiale eröffnet hat. Neben der ursprünglichen in Fuencaliente, der Filiale in Los Llanos und der in Santa Cruz de La Palma. Die Auszeichnung, welche die Zulay-Macher da bekommen haben, ist nicht die erste, in der Vergangenheit wurden bereits massig Preise eingeheimst. Es handelt sich dabei auch nicht um eine zufällige Entwicklung, sondern der Erfolg wurde von langer Hand geplant. Die Ursprüngliche Bäckerei gab es in Fuencaliente schon seit 1923. Die drei Brüder Rubén, Bryan und Aday Medina, die den Laden mittlerweile führen, haben vor einigen Jahren beschlossen, die Sache ganz nach vorne zu bringen. Dazu hat man gezielt Menschen angesprochen, die Backen können, und versucht diese abzuwerben. Und man hat die Produktpalette entsprechend erweitert. Neben richtig gutem Süßkram, hat man vor allem im Bereich Brot einen großen Schritt gemacht, und sich von dem hier üblichen eindimensionalen Weißbrot, als quasi einziges Verkaufsargument verabschiedet. Es gibt echtes Vollkorn, dazu Sauerteigbrote und andere Geschichten.
Und nun kommt der Deutsche ins Spiel. Der Fritze Merz beklagt sich, dass es in Brasilien kein anständiges Brot gibt und verärgert damit den Brasilianer an sich. Auf La Palma wäre das nicht passiert und man hätte sich die internationale Disharmonie sparen könne. Dem Deutschen ist das Brot aber wichtig und viele Besucher hätten auch im Urlaub gerne ein Brot, wie sie es aus Deutschland kennen. Genauso wie der Palmero nicht ohne Mojo von zuhause leben kann (selbst das Zeug von den anderen Inseln genügt den Ansprüchen nicht), geht es dem Alemanen mit dem Frühstücksbrot. Das muss ja nun auch gar nicht bewertet werde. Viele würden sagen, dass man auch zwei Wochen im Jahr darauf verzichten kann, außer man ist eben deutscher Kanzler, aber darum geht es ja gar nicht, wenn es die Möglichkeit des Broterwerbs gibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Brotliebhaber bei Zulay zufriedengestellt wird zumindest ist recht hoch.