Der Kran kam an

Gestern Abend kamen drei Schlepper in den Hafen von Santa Cruz gefahren. Mit schwerer Last hinten dran. Der neue Kran kam an, und muss nun von Plattform, wo er verschweißt ist, runtergeholt werden und anschließend im Hafen installiert werden.  Neu ist der nicht, sondern gewissermaßen Second Hand. Auf Teneriffa gibt es neue Teile und wir bekommen nun deshalb den gebrauchten. Natürlich brauchen wir, bei etwa 10.000 Container im Jahr sowas großes nicht wirklich. Das ist zu viel für uns. Man verspricht sich eher eine kürzere Liegezeit, weil der Kran eben entsprechend schneller arbeiten kann. Und das Gerät kommt von der Hafenbehörde. Man musste die Maschine nicht kaufen, sie war ja schon da, also warum nicht. Jetzt kann man mal gespannt warten, wie lange das nun dauern wird, bis der Kran in Betrieb gehen wird, und ob der auch funktioniert. Bei gebrauchten Geräten ist das mit der Garantie ja auch immer so eine Sache. Bilder und Filmchen kann man hier sehen

Wir haben aber auch nicht wirklich große Eile, weil aus manch großen Plänen bislang auch nichts wurde. In dem Fall ist unser Platanoexport in die VAE gemeint. Das wurde mehrfach von der Inselregierung angekündigt, und man wollte auf die Gefriergetrocknete Banane sogar noch einige Avocados und Mojo Palmero drauflegen. Von insgesamt 23 Produkten, auf die der Arber scharf sei, war die Rede. Die Ankündigung mit den Scheichs das große Business zu planen liegt nun schon über ein Jahr zurück. Deshalb hat die Opposition mal wieder nachgefragt, ob denn da was passiert sei, und wann die Geschäfte endlich losgehen würde. Man hatte ja sogar eine Vertretung von Sodepal, der inseleigenen Vermarktung- und Veranstaltungsfirma mit eigenem Büro in Abu Dhabi ins Gespräch gebracht. Auch hat Sodepal einen mit 1,3 Millionen dotierten Vertrag an die Beratungsfirma AR Associated Activos, S.L vergeben, um die Geschäfte in Gang zu bringen. Dass nun der Bananendampfer durch die Straße von Hormus tuckert, und vollbeladen mit Devisen wieder nach La Palma kommt, ist dank der kompletten Freidrehung einiger Protagonisten, gerade nicht drin. Allerding kann der zuständige Landwirtschaftsminister Albert Paz gerade nicht beziffern, was den eigentlich wirklich nun da exporttechnisch passiert. Angekündigt hatte er letzten Sommer bis zu 3.000 Tonnen gefriergetrocknete Bananen. Auf die Frage, wieviel denn da tatsächlich verschifft worden sei, meinte er, dass „es funktioniere“ und er hoffe, bald Neuigkeiten über das Interesse „einiger Organisationen“ an der „Erschließung dieses Marktes“ zu erhalten. Im September werde es wieder Gespräche geben. Vielleicht will also die ein oder andere Person im Nahen Osten demnächst eine Banane aus La Palma essen. Dann nehmen wir den Kran und laden die Banane auf. Wir sind vorbereitet, man muss nur durch die Straße von Hourmus.