Die Zeitung schreibt in der Überschrift, dass La Palma im ersten halben den höchsten Zuwachs an Passiergen im Vergleich zu den anderen kanarischen Flughäfen gehabt hätte. Juchhe, wir sind die Nummer ein, noch vor allen anderen, schreit derjenige der die Sache mit den Prozenten absolut nicht verstanden hat. Ja, wir haben 4,1% mehr als im Vorjahreszeitraum und kommen insgesamt auf 778.446 Passagierabfertigungen. Das berichtet die Betreiberfirma AENA. Das war es dann aber schon mit der Nummer eins. Zwar gab es insgesamt einen Rückgang, aber man muss eben nur die absoluten Zahlen sehen, um die ganze Nummer wieder irgendwie einzuordnen. Insgesamt gab es auf den Kanaren in den ersten 6 Monaten nämlich stattliche 26.847.826 Passagiere. Dröselt man da nun noch auf, dann wird die Nummer noch deutlicher. Gan Canaria kommt auf über 7,9 Millionen, also das Zehnfache von uns. Beachtet man, dass Teneriffa zwei Flughäfen hat, dann kommen die zusammen sogar auf über 10 Millionen Fluggäste. Lanzarote hat 4,3 und Fuerteventura 3,7 Millionen, dabei haben die nur rund das 1,5fache der Einwohner von La Palma aufzubieten. Sprich, bei uns ist und bleibt es Fliegertechnisch sehr ruhig.
Heute ist Fußball. Und während in Deutschland die Leinwände längst zusammengerollt sind, gibt es heute an verschiedenen Orten der Insel das, was der Deutsche mit falschverstandenen Anglizismen „Publik Viewing“ nennt. Mit einer „Aufbahrung“ hat das nämlich wenig zu tun, wenn man gruppendynamisch vor einer großen Leinwand grölt obwohl da ja manchmal tatsächlich irgendwelche WM-Träume begraben werden müssen. In Los Llanos soll es auf der Plaza eine große Leinwand geben. Ebenso an der Promenade in Tazacorte. Im Stadion Silvestre Carillo in Santa Cruz ebenfalls, da kann man dann bequem auf der Tribüne hocken. Weite sind in Breña Alta, und in Mazo angekündigt. Wenn die Spanier heute fliegen, dann ist die Nummer eh gegessen, und trotz allem demonstrativen Selbstvertrauen, wissen die ganz genau, dass es heute brutal schwer werden wird. Bis zum Wochenende, dann ist der Spaß vorbei und man kann endlich wieder über Fußball reden. Der Dorfclub, frisch zurück in der 4. Spanischen Liga bastelt gerade am Kader. Viele bleiben aber es kommen auch einige neue. Man ist jeden Tag gespannt und analysiert die bisherige sportliche Vita der Neuankömmlinge im Internet. Nicht mehr lange und es ist Trainingsauftakt. Dann kann man auf den Platz gehen und sich die Sache mal anschauen. Man hat dieses Jahr den Südwesten des Festlandes in die Gruppe bekommen, was für die palmerische Mannschaft ziemlich doof ist. Von hier, und da sind wir wieder beim Thema, kommt man eben nicht direkt nach Sevilla. Da muss man über Madrid oder die großen Inseln. Das ist so oder so eine schwierige Geschichte. In der Liga sind 4 kanarische Teams, das bedeutet, dass man zumindest drei Auswärtsspiele pro Jahr hat, bei denen die Reise kürzer ist. In der Summe kommt man aber auf eine Weltumrundung, während der Saison. Derweil fahren die Teams vom Festland, wenn es viel ist, mal zwei Stunden mit dem Bus.