Gute Aussichten

Es wird gerade wieder etwas angenehmer auf der Insel. Zumindest was die Temperaturen angeht. Wobei es nicht immer überall gleich hitzig zuging. Auf der Ostseite war es, im Vergleich zu El Paso durchaus erträglich. Dass die Geschichte mit den Temperaturen die im Sommer angeblich ansteigend sind, wenn man hoher kommt, nicht immer so richtig ist, hat sich auch wieder gezeigt. In El Paso im Dorf hatte es locker 2 Grad weniger, als in Tajuya. Auch im oberen teil von Las Manchas, also auch höher gelegen, war es merklich kühler. Das hängt aber eben nicht nur mit der Höhe, sondern auch mit dem Wind zusammen. Über Tacande weht es gerne nach unten, und wenn der Wind heiß ist, dann kommt die Hitze bis Tajuya. Da hört der Wind dann auf, und man hat das Gefühl, dass es sich staut. Die Tage sind wir abends um 5 von zuhause nach Los Llanos gefahren. Bei 40 Grad los, und am Kreisverkehr „La Honda“ waren wir bei 33 Grad angekommen. Der Wind war auch weg, und man fühlte sich dann tatsächlich erholt. Nun ist es erst einmal besser und die Hitzewarnung wurde für La Palma auch erst einmal aufgehoben. Obwohl es nun nachts auch deutlich feuchter ist, hat man dennoch vor der Gefahr von Waldbränden gewarnt. Das ist noch nicht vorbei, und man soll doch bitte nun nicht unvorsichtig werden, so hieß es von Seiten der Inselregierung. Die nächsten Tage soll es auch wieder etwas wärmer werden, aber eben nicht mehr ganz so heftig. War nun aber auch gut. Innentemperaturen von 33 Grad in der tiefsten Nacht sind einfach auch nicht lange auszuhalten.

Gute neue Aussichten gibt es in Fuencaliente. Da wurde gestern der neue Aussichtspunkt eingeweiht. Mittlerweile reicht es ja nicht mehr einen Parkplatz und eine gute Sicht aufzuweisen, sondern man geht da einen Steg lang, um über dem Abgrund zu stehen. Oberhalb von Las Indias an der LP2 gibt es nun auch so etwas, dass man ja schon aus Puntagorda gut kennt. Zur Einweihung dieser touristischen Attraktion waren wieder Politiker der Kanarischen Regierung, der Inselregierung und natürlich auch aus Fuencaliente zugegen. Neben der Aussicht hat man auch Kunst abgebracht. Eine Skulptur einer Krähe /oder eines Raben von Gustavo Diaz, einem Künstler aus Fuencaliente, findest sich auch ein zehnzeiliger Text von Miguel Martín Méndez, einem gebürtigen Einwohner des Viertels Las Indias, der heute auf Teneriffa lebt. Man möchte Natur mit Kunst und Literatur verbinden, so der Bürgermeister der Gemeinde und damit insgesamt die Infrastruktur, auch im touristischen Sinn verbessern. Ob deswegen nun extra Leute nach Fuencaliente fahren, weiß man natürlich nicht, aber einen Zwischenstopp, auf dem Weg Richtung Leuchttürme kann man da schon einlegen.

Künstler mit Kreatur (Foto: Ajuntamiente Fuencaliente)