Der Bau schreitet voran

Gestern hat der Inselpräsident mal wieder seine alte Heimat besucht. Natürlich ist er immer da, schließlich wohnt der ehemalige Bürgermeister von El Paso, Sergio Rodriguez, immer noch in der Gemeinde. Eine seiner wichtigsten Tätigkeiten ist die Begutachtung von Baustellen. Ob Straße, Aussichtspunkte, Sozialwohnungen oder eben nun das Schwimmbad, man steht, mit gelber Weste und Helm auf der Baustelle und lächelt kollektiv in die Kamera. Wie lange man mit dem Hallenbad, inklusive der Cafeteria und Sauna noch brauchen wird, geht aus der Pressemeldung nun nicht hervor. Aber es geht eben voran und da kann man sich schon mal blicken lassen, zudem die Idee zum Bau des Hallenbades ja zu einer zeit entstanden ist, als er selbst noch im Dorf regiert hat. 4,2 Millionen Euro soll der ganze Spaß kosten, wobei die Gemeinde nur eine Million beisteuern muss, und der Rest über den PIDL, den Plan der Insel zur strukturellen Entwicklung beigesteuert wird. In dem Plan sind 40 Millionen enthalten, die auf die 14 Gemeinden verteilt werden. Aber natürlich nicht zu gleichen Teilen, sondern entsprechend nach Projekten und auch nach Größe der Gemeinde. Ob ein von der Gemeinde betriebenes Hallenbad wirtschaftlich ist, fragen da einige. Aber die se Frage zu stellen ist nicht wirklich korrekt. Letztlich handelt es sich dabei ja auch einfach nur um eine Infrastrukturmaßnahme, weshalb man auch betonen möchte, dass es vor allem um eine Erhöhung der Lebensqualität der Einwohner des Dorfes gehen würde und natürlich auch eine Attraktion für Besucher geschaffen werde. Das mit den Besuchern könnte tatsächlich klappen. In den kalten Wintermonaten ist so eine öffentliche Sauna vielleicht auch für manch einen Touristen ein attraktives Angebot. Und wenn man da dann noch einige Bahnen schwimmen kann, weil der Atlantik gar so rau ist, dann passt das vielleicht auch ganz gut. Aber natürlich geht die Geschichte auch noch ein Stück weiter. Neben Becken und Sauna soll es auch noch ein Fitnessstudio geben. El Paso ist ja seit Jahren dabei sich als Sporthauptstadt der Insel zu generieren. Und da ist so ein vollausgestattetes Schwimmbad natürlich eine entsprechende Infrastruktur, die sich lohnt. Die ganzen Teilnehmer der Veranstaltungen haben dann einen Anlaufpunkt zum Regenerieren und Wohlfühlen.  Und dann ist da ja noch der lokale Fußballverein, der in der vierten spanischen Liga spielt und unter Profibedingungen trainiert. Sauna, Fitnessräume und Schwimmbad, direkt neben dem Trainingsplatz werden natürlich genutzt werden. Und deshalb könnte es schon sein, dass da manch Vormittag der normale Besucher gar nicht rein kann, weil da die Profikicker an den Geräten hängen.

Der Club also Atletico Paso hat gestern noch für mächtig Gesprächsstoff gesorgt. 3 Wochen vor Saisoneröffnung ist man gewissermaßen aus der Liga geflogen. Also nicht wirklich, aber man war von der Umstrukturierung der 5 Gruppen, in die die Liga eingeteilt ist betroffen. Bislang hieß es, dass die 4 kanarischen Vertreter gemeinsam in der Gruppe 4 gemeinsam mit der Extremadura und Andalusien antreten werden. Der Spielplan war längst veröffentlicht. Nun hat aber eine Mannschaft aus der Gruppe 2 keine Lizenz erhalten. Nachgerückt ist ein Vertreter aus Andalusien und deshalb kam Bewegung in die Geschichte.  In der Gruppe 4 wären damit 19 Teams gewesen und in der Gruppe 2 nur 17. Also hat man die Sache gelöst, indem man einen Vertreter der Gruppe 5 in zwei geschoben hat, also den mit der entsprechenden Geographischen Nähe. Jetzt muss die Gruppe 5 Madris und Umgebung aber wieder aufgefüllt werden. In dem Fall traf es das Team, welches am weitesten weg ist. Also El Paso. Was sich erstmal komisch anhört ist aber eigentlich logisch. Man kommt von La Palma aus direkt und ohne Umstieg nach Madrid, nicht aber nach Andalusien. Deshalb muss die neue Regel gar nicht so schlecht sein. Zudem kennt man die Gruppe 5 ja bereits, bislang waren die kanarischen Vertreter da mit angesiedelt. Nun ist es aber eben nur einer also El Paso, während die Zweitvertretungen von UD Las Palmas und CD Tenerife nächstes Jahr gegen die Filialen von Sevilla und Real Betis antreten, darf El Paso gegen die C Mannschaften von Real Madrid und Atletico Madrid spielen. Die Möglichkeit nun mal schnell zum Auswärtsspiel gegen Teneriffa zu gehen, ist nun allerdings weg. Der nun neue und auch offizielle Spielplan findet sich hier.

Hier sieht man die Aufteilung nach Gruppen und die Grenzen der Provinzen. Die Provnz Santa Cruz de Tenerife ist die einzige die unterschiedliche Farben hat.