Das wird aber auch Zeit

Seit vielen Jahren bemängeln soziale Organisationen, allen voran die Caritas, dass es auf La Palma keine Obdachlosenunterkunft geben würde. Dabei ist der bedarf schon gegeben, man rechnet mit ca. 100 Personen, die ohne jeglichen Wohnsitz sind. Bei der momentanen Wohnungsnot sind es sicher noch mehr Menschen die den entsprechenden Bedarf haben, aber die sind damit nicht gemeint, sondern Menschen die auf der Straße oder Pajeros oder leerstehenden Häusern nächtigen, weil es eben keiner Freind oder Familie gibt, wo man unterschlupfen und auf dem Sofa nächtigen kann. Nun soll aber eine Einrichtung entstehen, bzw. soll ein bestehendes Gebäude genutzt werden, um zumindest 20-25 Personen eine Übernachtungsmöglichkeit zu bieten. Und auch hier kommt wieder die Caritas ins Spiel. Auserkoren wurde die alte Mönchsschule in El Paso, also das Gebäude neben der alten Kirche, recht zentral im Dorf gelegen. Das gehört denen nämlich und macht die Sache entsprechend einfacher. In der Vergangenheit gab es bereits andere Vorschläge, wie z.B. die Kaserne El Fuerte auf der Ostseite, was aber von der Verwaltung des Staates abgelehnt wurde. Im Prinzip ist die Nummer, sowas mitten im Ort zu machen ja auch prima, damit die Klienten den Schlafplatz auch gut erreichen können. Außerdem ist es ja auch wichtig, dass dieser teil der Gesellschaft nicht aus dem Sichtfeld verschwindet.

Die alte Schule war früher in einem erbärmlichen Zustand. Dort war mal der Sommerkurs der gemeinde untergebracht, und alleine die Sanitären Anlagen waren eher erschreckend. Mit dem Vulkan wurde dann eilig das Untergeschoß renoviert um dort Betroffenen aufnehmen zu können. Jetzt fehlt wohl gar nicht mehr soviel. Man muss wohl die Elektrik runderneuern, und kalkuliert dafür 186.000 Euro ein, wovon die Inselverwaltung 96.000 übernimmt und den Rest die Caritas aufbringt. Schließlich gehört das Gebäude ja auch denen. Angeles Fernandez, Rätin für Soziales der Inselregierung, verspricht mit der Caritas eng zusammenzuarbeiten, um das Angebot, welches dort entstehen soll, entsprechend Bedarfsgerecht zu gestalten. Dabi ist auch die Rede davon, dass das Angebot über die reine Übernachtung hinausgehen soll. Ziel sei es, dass Obdachlose „diese Unterstützung benötigen, um ein Leben in Würde führen zu können und von Fachkräften bei der Integration in das soziale und berufliche Leben begleitet zu werden.“, so Angeles Fernandez