21 und 9

Sind zwar dreißig, aber es geht hier um Veranstaltungen, welche sich in der jeweiligen Ausgabe befinden. Einmal für den Magen und einmal für die Ohren. Wir haben hier im Tal wieder Ruta de Gallo und das eben zum 21. Mal. Da gibt es, in verschiedenen Kneipen oder Restaurants, ein e Tapa und ein Getränk, für schmales Geld. Dabei handelt es sich allerdings auch um einen Wettbewerb der Köche. Der Konsument soll nämlich möglichst alles versuchen und bewerten. Und wer da am besten bewertet wird, gewinnt den Spaß. Für den Probierwilligen ist das damit eine Art kulinarische Schnitzeljagd, sprich man möge die ganze Route abklappern um möglichst alles zu versuchen, was da tapatechnisch feilgeboten wird. Es ist auch nicht so, dass man dafür mit einem leeren Magen ankommen muss, um sich dann an einem Tag durch zu beißen, zudem das mit dem quasi obligatorischen kleinen Getränk, welches ja auch gerne alkoholisch sein darf, schon Probleme geben könnte. Man hat da schon einige Tage Zeit für und es läuft ja auch schon eine ganze Woche. Bis zum 3. September geht das aber noch. Einige Tage später werden dann in Los Llanos die Sieger gekürt. Die Initiative stammt von der Handelskammer von La Palma und den drei Rathäusern im Aridanetal, also Tazacorte, Los Llanos und El Paso und natürlich geht es darum, die lokale Gastronomie, sowie die regionalen Produkte hoch zu halten. Wer nun Hunger bekommt, dem sei hier die Liste der teilnehmenden Lokalitäten präsentiert:

Tazacorte:

Restaurante Playamont

Los Llanos:

Bar Corinto, La Colonial 25, Mundana und die Bar Savoy Fusión

El Paso:

Winnit Acerina, Dapaolo Restaurante & Grill, Tasca Donde Andrés, Restaurante La Cascada, Restaurante Carmen und die Tasca Vértice

Nicht ganz so oft, wie Ruta de Gallo gab es in El Paso das Rock and Blues-Festival. Da ist man eben erst bei der neunten Ausgabe, auch weil das nicht alljährlich stattfindet. Drei Tage mit Livemusik zum Nulltarif direkt vor der Bar Los Angeles in El Paso, also in der Calle Manuel Taño. Neben den lokalen Bands und Musikern organisiert man da auch immer Auftritte von Bands von den anderen Inseln, oder auch von weiter her, was den Kontakten der verantwortlichen der Veranstaltung zu verdanken ist. Manolo ist als Musiker und Künstler längst über die insularen Grenzen bekannt und wird da auch nicht nur bei den Tihuya Cats den Bass zupfen, sondern im Laufe der 3 Tage auch mit anderen auf der Bühne stehen. Eigentlich ist das immer ein persönliches Highlight für mich. Familiäre Atmosphäre, man kennt sich eben, alles gediegen, und nett. Deswegen ist der Titel des Rocktherapeutischen Wochenendes, welcher da auf dem Plakat prankt, auch sehr zutreffend. Aber diesmal sind wir gar nicht da, weil wir morgen für einige Tage nach Asturien, zwecks Jahresurlaubs, fliegen. Mehr als 5 Tage sind zwar nicht drin, aber für mich ist das auch schon das Maximum. Jedes Jahr muss meine Frau mich quasi von der Insel runterprügeln Und jedes Jahr finde ich das dann auch ganz schön, mal was anderes zu sehen und bin, erstmal angekommen, auch durchaus dankbar, für den ausgeübten Zwang.