Erst drin, dann unter großem Bohei wieder raus und nun wieder da. Die Rede ist vom Tunnelprojekt zwischen El Remo und Fuencaliente. Kürzlich kam heraus, dass die kanarische Regierung das Projekt gestoppt hatte, weil die lokalen Behörden es nicht fertig gebracht haben, den entsprechenden Bericht zu etwaigen Einsprüchen gegen das Projekt, an das Ministerium für Infrastruktur und Straßenbau der Kanaren weiter zu leiten. Da war dann mal die Aufregung riesig, und die hier vor Ort wussten gar nicht, wie das passieren konnte. Man war dann gleich beflissen dabei zu erzählen, dass man das regeln könne, gar nichts passiert sei, keiner wirklich Schuld habe, und Verzögerungen gab es auch nicht. Nun taucht die Geschichte aber erneut im kanarischen Amtsblatt auf. Ist gewissermaßen wieder im Plan, nur die Geschichte, die der Inselpräsident erzählt hat, dass es keine Verzögerungen gebe, die geht halt dann nicht ganz auf. Da man den Bericht verpennt hatte, geht das Verfahren für die Einsprüche wieder bei Null los. Seit gestern kann man die Pläne wieder auf der Seite des Ministeriums anschauen und hat nun wieder 30 Tage Zeit Beschwerde einzulegen. In Der Nachricht des Amtsblattes wird ausdrücklich betont, dass lediglich das öffentliche Konsultations- und Einspruchsverfahren als zurückgezogen gilt, das Projekt als solche aber nicht beendet wurde. Die Menschen die schon in der Vergangenheit Einsprüche angemeldet hatten, werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man dieselben Geschichten gerne nochmals vorbringen könne, und gegeben falls ergänzen soll. Man täte da sicher besser dran, dass komplett neu zu machen, sonst können die sich am Ende ja noch darauf ausruhen, dass das verfahren ja beendet gewesen sei, und es nun ein neues gegeben hätte. Nach Ablauf der 30 Tage, muss dann der Bericht eingereicht werden, und erst dann ist man auf einem Stand, den man hätte haben können, wenn man sich an die Fristen gehalten hätte. Mann rechnet nun mit einer Verzögerung, die es letzte Woche noch gar nicht gegeben hatte, von 3 Monaten. Was wenn man ganz ehrlich ist, nicht wirklich der Wahrheit entspricht. Wenn man sich nun also nur 2 Monate, nach Abschluss der Einspruchsfrist, für die Fertigstellung des Berichtes gibt, dann zeigt das, dass man, hätte man es nicht verpennt, eben schon ein ganzes Jahr weiter wäre. Schließlich hatten die dieses Ganze Jahr Zeit für den Bericht und haben es nicht hinbekommen. Wenn man also da schon hinne gemacht hätte, was man ja nun offensichtlich plant, dann wäre das schon längst durch.