In den letzten Tagen wurde in verschiedenen Medien ein recht spannender Sachverhalt, in Zusammenhang mit dem Vulkan, bearbeitet. Und irgendwie lässt einen das dann doch auch wieder ratlos zurück. Im Jahr 2024 hat ein Geschäftsmann aus Santa Cruz beantragt, Vulkanasche zu beseitigen. Das ganze 3 Jahre nachdem Mann, der im Industriegebiet Callejon de Gato Kies verarbeitete, dort sein Firmengelände an den Vulkan verloren hatte. Die Maschienen zum Schreddern des Kieses hat er aber noch raus geschafft und deshalb hat der Mann das nun kurzerhand zum Einsatz gebracht, indem er, eben nicht nur Kies, sondern auch Lava abgetragen hat. Das aber nicht auf dem alten Grundstück, sondern da wo früher in La Laguna das Casa Chicho (gegenüber des Sparmarktes war. DA besitzt der gute Mann eben auch noch ein Stück Land. Das ist freilich nicht wirklich ganz doof. Den Kies benötigen wir gerade dringend, für die ganzen Straßen, aber auch zum Anmischen von Beton. Das Problem, welches sich nun, oder schon vor zwei Jahren für den Unternehmer ergeben hat ist, dass er dafür keine Genehmigung hatte, und diese auch nicht möglich sei. Diverse Anordnungen gab es in der Zwischenzeit, dass er damit aufhören möge, aber das stieß eher auf taube Ohren. Der Unternehmer machte deutlich, dass es sich bei Ihm um ein Vulkanopfer handeln würde, und er moralisch im recht sei und diese Anordnungen zur Beendigung der Tätigkeit, eine politische Hetzjagd seien. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass es die meisten, ob genehmigt oder nicht, gar nicht so wild finden, wenn da jemand die Lava wegtackert und zu brauchbarem Kies verarbeitet. Allerdings geht die Geschichte nun noch weiter. Auf insgesamt 12.000 qm, hat der Unternehmer mittlerweile seine Tätigkeit ausgedehnt, und damit seine ursprünglichen Grundstücksgrenzen weit überschritten. Auf 10 Parzellen, die ihm nicht gehören hat er Lava abgetragen, durch den Schredder gelassen und verkauft, so berichtet die Zeitung Cadena Ser. Die Eigentümer der Grundstücke finden das wiederum zumindest teilweise gar nicht lustig und haben Anzeige erstattet: „Der Beschuldigte, Herr M. R. G., hat ohne meine Genehmigung einen Teil meines Grundstücks besetzt, um die ihm zur Last gelegten Handlungen durchzuführen. Ich habe mit den gemeldeten Ereignissen nichts zu tun und bin auch nicht deren Förderer. Ich bin von den illegalen Handlungen des Angeklagten betroffen“, erklären mehrere Nachbarn, laut den Anzeigen die der Akte, welche von Cadena Ser eingesehen wurde, beigefügt sind.
Strafen wurden ausgesprochen und eine Frist gesetzt, welche im Dezember 2025 auslief. Hier sollte der Unternehmer einen Plan vorlegen, wie die Stilllegung des illegalen Kieswerkes aussehen würde. Wobei das bislang nicht passiert ist. Nach nun knapp einem Jahr ist zumindest den Umweltschützern von Ben Magec die Hutschnur entsprechend geplatzt und man hat sich an die Zeitung la Palma Ahora gewandt, um die Forderung an das Rathaus auch noch mal an die Öffentlichkeit zu bringen. Der Laden soll nun tatsächlich werden. Der Beschluss der am 3. November letzten Jahres von der kanarischen Umweltbehörde gemacht wurde und dem Betreiber bis Dezember Zeit einräumte soll umgesetzt werden und diejenigen in der Verwaltung, die das einfach so haben laufen lassen sollen zur Rechenschaft gezogen werden. Damit sind dann die politisch verantwortlichen aus Los Llanos gemeint. Außerdem soll das Gelände in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden, was irgendwie als etwas skurrile Forderung daherkommt. Der Delinquent wird nun wohl Schwierigkeiten haben an frische Lava zu gelangen, die er dann so hin formt, dass alles genauso ist wie zuvor.