Kommt nun bald wieder ein Schiff?

Nachdem die Balearia dieses Jahr die Armas übernommen hat, hat La Palma seine direkte Fährverbindung auf das spanische Festland eingebüßt. Im Juni war das dann nicht mehr buchbar und hat dann die Leute hier doch etwas verunsichert. Gehen tut das schon, schließlich haben wir ja eine Verbindung nach Teneriffa und von dort kommt man dann ja mit dem Schiff bis nach Cadiz. Allerdings komm man von hier eben nur nach Los Christianos und muss dann irgendwie nach Santa Cruz de Tenerife gelangen, um dann weiter zu fahren. Das ist nicht nur unbequem, sondern eben auch gegeben Falls nicht wirklich sinnig, zum Beispiel wenn dann noch eine Übernachtung ansteht, weil man den Anschluss in die eine oder andere Richtung nicht bekommt. Die von der Balearia haben zwar für Fahrgäste ohne Auto einen Busshuttle eingerichtet, aber das ist auch nicht wirklich das gelbe vom Ei. Der Grund, warum die das ausgesetzt haben, sind schlichtweg die Kosten. Eine Verbindung von den Hauptinseln aufs Festland mag sich lohnen, aber wegen zwei bis drei LKWs und einer weiteren Hand voll Passagieren, da noch mit der Fähre eine Extrarunde nach La Palma zu machen, das lohnt finanziell nicht. Und weil das nicht lohnt, hat der spanische Staat da ein Mittel, um die Nummer für die Anbieter entsprechend attraktiver zu machen. Die Kanaren-Festland-Verbindung wird nämlich pro Jahr mit rund 3 Millionen Euro subventioniert, alldieweil die Nummer zum „nationalen Interesse“ erklärt wurde. Gründe für sowas können, sozialer oder wirtschaftlicher Natur sein, oder eben beides. Allerdings gibt es die 3 Millionen für den entsprechenden Anbieter natürlich nicht für lau. Da muss es eine Ausschreibung geben. Wer die Kohle will, kann z.B. die Nummer auch billiger anbieten, sprich man nimmt nur 2,5 Millionen und bekommt die dann aber sicher. Das Geld ist aber nicht der alleinige Ausschlag. Auch andere Faktoren spielen eine Rolle, wenn es darum geht, wer den Zuschlag erhält. Beispielsweise die kalkulierten Fährpreise für die Passiere oder auch die Schnelligkeit und die Zuverlässigkeit. Theoretisch gibt es hier sowieso nur 2 Kandidaten, wobei das Ding eh fast sicher an die Balearia gehen muss, weil die ja einen Teil der Strecke eh schon bedienen, und der Teil eben wirtschaftlich genug ist, ob die Fred Olsen da noch mitmischt, muss man abwarten. Spannend wird es eher, wenn gar kein Anbieter zuckt. Dann muss man finanziell vielleicht nachlegen.

Es gibt für das Paket nämlich auch feste Vorschriften, die nun im Vorfeld ausgearbeitet wurden und nicht verhandelbarer Teil der Nummer sind. Und da steht eben nun drin, dass das Schiff einmal die Woche auch La Palma bedienen muss, und das eben ohne das schiff oder gar den Hafen zu wechseln. Außerdem klappert das Dng dann ebne auch noch Teneriffa, Las Palmas de Gran Canaria und Fuerteventura ab. Den Zielhafen dürfen die sich wiederum aussuchen. Wahlweise Cadiz oder Huelva. Das bedeutet aber auch, dass wir dann neben der wöchentlichen Verbindung aufs Festland, auch eine Verbindung auf dem Seeweg nach Gran Canaria und Fuerteventura haben werden. Allerdings eben nur in eine Richtung. Die Inseln werden ja nur im Kreis angefahren.

Zum ersten Dezember soll dann der Vertrag in Kraft treten und mindestens ein Jahr gelten. 400 Passagiere in Kabinen, schließlich dauert die überfahrt ja, ist das Minimum das dort angeboten werden soll. Dazu noch mindesten 170 Fahrzeuge