Condor meldet sich zurück

Der Sommerflugplan für nächstes Jahr von Condor ist raus. Das schöne daran ist, dass da Frankfurt wieder mit einer Direktverbindung auftaucht. Mittwochs kommen die hier an. Die Düsseldorf-Verbindung bleibt besehen und auch München existiert noch. Wobei nicht ganz klar ist, ob das dann Marabu oder Condor ist. Letztlich auch egal, meist fliegt ja in beiden Fällen ein osteuropäischer Charter als Subgesellschaft. Ob das nun direkt die Super Arbeit der neuen Regierung in Sachen Verkauf der Insel nach außen ist, oder einfach mit der Nachfrage zusammenhängt, die es bereits dieses Jahr gab, ist nicht wirklich klar. Aus den Reisebüros hörte man aber schon, dass es durchaus eine Nachfrage gab in Sachen Flüge nach La Palma, nur war das Angebot eben immer sehr dürftig. Dass der Frankfurter Flieger ein Jahr weg war, hat aber vielleicht auch noch ganz andere Gründe. Plötzlich war die Reiselust ja wieder ganz gewaltig, aber die Anzahl der Fluggeräte war, coronabedingt gar nicht hoch genug. Viele Gesellschaften warten auf Flugzeuge, und das Chaos von Marabu hing und hängt wohl auch damit zusammen, dass die ihre bestellten Maschinen nicht geliefert bekommen haben. Irgendwo muss man dann halt Flüge einsparen und da hat es eben uns getroffen. Ganz ähnlich war die Situation im letzten Jahr ja auch mit den Mietwagen. Auf La Palma war nichts mehr zu bekommen, weil etliche Anbieter ihre Flotte wegen Corona verkleinert haben und dann keine Fahrzeuge geliefert werden konnten. Die großen Anbieter hatten daraufhin hier kaum Fahrzeuge, sondern haben die auf den großen Inseln zusammengezogen, auch weil da die Autos meist für mehr Geld über den Verleihtresen gehen. Nun haben wir aber wieder genug Autos, und die Flugverbindung ist auch wieder bei 3 direkten Maschinen im Sommer aus Deutschland angelangt.

Aber nicht nur die Condor kommt zu uns, sondern auch die UCI. Das ist die Weltradsportorganisation, die hier am Samstag ein Rennen austrägt. El Vulcano GranFondo nennt sich der Wettbewerb, bei dem 500 Teilnehmer aus 18 Ländern erwartet werden. Drei Kategorien soll es geben. Zum einen eine 65 km Strecke, eine mir 135 Km und dann noch 205 km. Hier startet man in Los Cancajos und kommt nach absolvierten 5.100 Höhenmetern auch dort wieder an. Der Radfahrer ist bei uns in Spanien auf der Straße heilig und wird wie jeder andere Verkehrsteilnehmer betrachtet. Das bedeutet vor allem, dass man beim Überholen da tüchtig Abstand haben, und auf die Gegenfahrbahn muss. Manchmal ist das dann schon richtig nervig, wenn dann 90 kg Radler in Presswurstkleidung und Hightech-Rennmaschine mit Tempo 20 vor einem auf flacher Strecke rumschlingern. Jetzt am Samstag ist aber richtig Rennen, was nicht unbedingt bedeutet, dass die schneller sind, aber was zum Zwecke der reibungslosen sportlichen Auseinandersetzung zu Vollsperrungen führen wird. Neben der Veranstaltung als solches, versucht man auch die Insel als Radsportdestination zu verkaufen. Mittlerweile gibt es auch auf der Wanderseite des Cabildos (senderoslapalma.es) eine Untersektion mit Fahrradstrecken. Die Seite der Veranstaltung lohnt sich aber auch zu bestaunen. Mehrsprachig ist ja heute Standart. Deswegen gibt es das auch in deutscher Sprache. Nur tut das Übersetzungsprogramm nicht wirklich, was für einige lustige Dinge sorgt. (Man kann sich da „Lätzchen“ liefern lassen).