bookmark_borderLücken füllen

Das ist ja alles ganz normal, was der Vulkan so treibt. Der ständige Wechsel zwischen eruptiven und effusiven Phasen, mal laut, mal kaum hörbar, mal viel, mal wenig Lava. Das Ding verhält sich komplett unberechenbar, aber ein palmerischer Vulkan sei eben so. Diese Geschichte hat man uns gleich am Anfang so erzählt, und auch wenn wir das so wissen, macht uns das ständige hin und her eher unzufrieden. Das wir uns schon etwas an den Gesellen gewöhnt haben, stimmt natürlich und da wir nichts tun können als auf das Ende der Eruption zu warten, müssen wir eben mit der Situation leben wie sie ist. Das wäre aber erheblich einfacher, wenn wir wüssten mit wem wir es gerade zu tun haben.

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bookmark_borderWo ist die Öffnung im Norden hin?

Heute Nacht hat der unstete Geselle uns schon überrascht. Da war dann plötzlich auf dem Livestream der südliche Lavastrom zu sehen. Der alte neue südöstliche Krater hat von Rauch und Gestein, auf flüssig umgestellt. Die Fernsehleute von TV-Canarias sind da recht schnell und haben an anderer Stelle (Hafen, mit Monsterobjektiv?) eine Kamera an den Start gebracht. Die Kamera die den Blick von Westen auf den unheiligen Berg gezeigt hatte, ermöglichte die Sicht eines Lavastromes im Norden und eines im Süden, die die Bergflanke hinunterliefen und dann nach Westen einschwenkten

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bookmark_borderLava ist nicht heilig

Ein eruptiver Freigeist ist er, unser Vulkan. Die ganze vergangene Nacht und auch heute den Tag über hat er immer mal wieder was Neues gemacht. Erst war der Hauptschlot in der Nacht, mehr oder weniger inaktiv, dafür wurde aus der Rückseite und am kleinen Krater, an der Nordwestflanke massenhaft Material ausgestoßen. Dadurch ist der Krater am Krater immer weiter gewachsen und schließlich in sich zusammengebrochen. Da ist nun nur noch ein kleiner Rand zu sehen. Der östliche Auslass hat dann am Nachmittag auch mal vorübergehend den Betrieb eingestellt, dafür kam aus dem mittleren Hauptschlot jede Menge Rauch.

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bookmark_borderLinks oder rechts?

Genau das ist die große Frage. Der Strom der durch La Laguna geht, stockt. Links ist gut, dann südlich am Montaña de La Laguna vorbei und dann ab ins Meer. Rechts bedeutet eine massive Verschlimmerung der Katastrophe, dann könnte es Tazacorte an den Kragen gehen. Aber das wissen wir nicht, im Moment bewegt sich der Strom kaum noch. Für die zuletzt Evakuierten bedeutet das einfach nur Hoffen und Bangen. Der Strom ist zwar in die Breite gegangen, aber nach Westen geht es kaum vorwärts. Allerdings erhält er wohl Druck von weiter oben, so dass diese Entscheidung dann wohl doch bald fallen könnte.

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bookmark_borderKann das A-Team bitte unser Dach fegen?

Dach von der Asche befreien ist nun erste Bürgerplicht. Ab morgen kann/soll es nämlich regnen. AEMET, der spanische Wetterdienst hat für La Palma Regen mit bis zu 15 l pro Tag vorhergesagt. David Calvo, der Sprecher von INVOLCAN, meinte, dass das kreuzgefährlich werden könnte. Vor allem wenn die Fallrohre mit Asche verstopft werden, dann könnte es sein, dass sich das Wasser auf dem Dach sammelt. Aber auch bei freien Rohren kann das schwierig werden. Die Vulkanasche ist in der Lage unglaublich viel Wasser auf zu nehmen.

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bookmark_borderBeben

Richtig weiß man gar nicht, was man heute sagen soll. Die Situation ist verehrend. Heute Nacht ist die Lava ins Zentrum von La Laguna vorgerückt, Heute am Tag sind dann sowohl die Tankstelle als auch die Apotheke vernichtet worden. Das es so kommt, war im Prinzip die Hoffnung, minimal am eigentlichen Ortskern vorbei, zudem der

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bookmark_borderUns gibt es wirklich

„Wie? Du fährst nach Malle?“- „Nein, La Palma! Kanaren!“ – “Ah ok, Las Palmas? Gran Canaria!” Wer öfter hierher kommt, und seinem Bekanntenkreis verklickern will, wo die Reise hingeht, der kennt das. Wegen diesen Verwechslungen kamen ja schon, für teuer Geld eingestellte, Tourismusmanager auf die glorreiche Idee, dass wir uns wieder „San Miguel de La Palma“ nennen sollten. Jetzt weiß aber jeder wo wir sind. Wir sind die mit dem Vulkan. Wenn man an der ganzen Geschichte etwas Positives finden möchte, dann ist es die Tatsache, dass wir nun bei Leuten auf der Landkarte auftauchen, die von unserer Existenz nicht wirklich was gewusst haben.

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bookmark_borderWasserscheue Lava

Mittlerweile ist das fast schon lustig. Regelmäßig wird hier prognostiziert, dass die Lava der verschiedenen Zungen den Atlantik erreichen würde, und regelmäßig wird da dann nichts daraus. Die Wissenschaft prognostiziert, während die Lava sich ziert. Auf 2m pro Stunde hat sich der Strom südlich des Montaña de La Laguna verlangsamt. Dabei sollte er heute in den Morgenstunden doch schon angekommen sein.

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bookmark_borderMarsmännchen und Schulanfang, der zweite Versuch

Wir lechzen nach Veränderung und alles was ein wenig positiv sein könnte, wird aufgesogen. Heute gab es dann auch tatsächlich ein paar Anzeichen eines eruptiven Schwächeanfalls, zumindest was die Amplitude, also die Bebentätigkeit im Umkreis um den Vulkan angeht, die uns zeigt, wieviel Material dort ankommt. Gegen Abend hat der Bursche sich dann doch wieder

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bookmark_borderNeuer Schlot und Asche

Es tatsächlich so gewesen, dass sich, wenn der Vulkan etwas ruhiger ist, da was passiert. Gestern Abend hat sich nämlich ein neuer unabhängiger Schlot aufgetan, etwa 300m süd-östlich des Hauptkraters. Im Moment wird dort eine gewaltige Menge Asche ausgeworfen, der Rauch ist allerdings etwas bräunlicher als der hellere am Hauptkegel, und so sagte es INVOLCAN gestern Abend, enthält wohl eine große Menge Wasserdampf. Nachdem die Meldung gestern raus war, gab es erstmal keine weiteren Informationen, außer dass die Wissenschaft ein Drohnengeschwader losgeschickt hätte um das zu untersuchen. Bei der heutigen Pressekonferenz des Krisenstabes gab es dann die Information, dass es sich hierbei um eine alte Austrittsöffnung von früher handeln würde.

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