bookmark_borderJetzt erklärt Frau Blanco die Sache etwas genauer – und kommt der Russe jetzt zu uns?

Nach den Wellen und Klagen von gestern hat Carmen Blanco, Chefin des IGN und Sprecherin von PEVOLCA jetzt noch eine Erklärung nachgeschoben. Dabei hat Sie vor allem erklärt was hinter der Erkenntnis des „unmittelbar bevorstehenden“ Ausbruchs, den die Wissenschaft gemeinsam am Vormittag des 19. September analysiert hatte, stehen würden. Man habe zu dem Zeitpunkt eben nicht gewusst, ob es um Stunden oder Tage gehen würde. Fest stand wohl nur, dass es passieren würde, was eben am Vortag noch nicht der Fall war.

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bookmark_borderFrau Blanco macht den Scholz

Lange haben wir nichts mehr von der Direktorin des Nationalen Geographischen Instituts (IGN) auf den Kanarischen Inseln, María José Blanco gehört. Gestern hat Sie sich mal wieder zu Wort gemeldet. Das vor dem Ausschuss für Wiederaufbau im Inselparlament. Natürlich war da auch die momentane Situation entsprechend Thema. Allen voran die in La Bombilla. Und auch das IGN, in Gestalt von Frau Blanco, kommt zu dem Schluss, dass man da überhaupt keine Prognose machen könnte, wann die Situation sich entsprechend verbessern würde.

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bookmark_borderWie giftig ist ein solcher Vulkan eigentlich?

Meine Frau behauptet immer, dass der Vulkan sie zwei Lebensjahre gekostet hat. Der ganze Stress und die Asche hätten Ihr entsprechend zugesetzt. Natürlich ist die Aussage nicht zu überprüfen, weil uns nämlich die Referenz fehlt, wann denn das eigentliche Ableben terminiert ist. Da ich davon ausgehe, dass mein Lebenswandel (Rauchen, Bewegungsmuffeligkeit und schlechte Ernährung) meine Angetraute eh früher oder später zur Witwe machen wird, wage ich da schon mal gar keine Prognose.

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bookmark_borderKomisches Wetter

Oben auf dem Roque liegt Schnee. Da ist es saukalt und nachdem man am Wochenende wieder die Straße benutzen durfte, sind da auch etliche hochgefahren um den ein oder anderen Schneeball zu werfen oder, zwecks Selbstdarstellung, brauchbare Fotos für Instagram zu machen. Hier war es nicht so schlimm, wie auf Teneriffa. Dort drüben gab es wieder Meldungen vom völligen Verkehrschaos und wild geparkten Fahrzeugen, die die Straßen blockiert haben.

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bookmark_borderDer Vulkan ist noch da

Das erste was uns aufgefallen ist, als wir gestern gegen Mitternacht von der Fähre kamen, war die Asche am Straßenrand auf der Ostseite. Vier Tage Gomera reichen um diesen Normalzustand vergessen zu machen. Hier auf der Westseite liegt natürlich noch einiges mehr, aber es verflüchtigt sich jetzt nach und nach. Die Fahrbahnen und Gehwege sind frei, es wird nur regelmäßig etwas vom umgebenen Gelände zurückgeweht. Der Vulkan selber ist auch noch da, der geht auch nicht mehr weg, und er dampft vor sich hin, weil es da oben immer noch recht heiß ist.

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bookmark_borderWir befinden uns im postvulkanischen Zeitalter

Um 13 Uhr war heute Pressekonferenz unseres Krisenstabes PEVOLCA. Julio Perez, der Regierungsprecher der Kanaren gab sich die Ehre und bemühte sich das wesentliche kurz zu machen: “Lo que quiero hoy decir se dice con 4 palabras: La erupción ha terminado” Übersetzt heißt das: „Was ich heute, mit 4 Worten sagen möchte ist: Der Ausbruch ist beendet.“ Nix mit großem Tamtam oder gar Sekt.

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bookmark_borderKomische Weihnacht überall

Besonders festlich ist die Stimmung dieses Jahr nicht. Ich selber kann damit gut leben, allerdings zähle ja nicht nur ich, sondern man lebt ja in einer Gemeinschaft. Dennoch hat man den Eindruck, dass bei vielen eher eine gedrückte Stimmung vorherrscht. Die Freude, dass das Scheusal Ruhe gibt, obwohl es offiziell erst morgen so weit ist, scheint etwas verflogen und wir sind schon etwas in der Realität angelangt. Und die bedeutet, dass das dieses Jahr ganz anders ist als in den vergangenen Jahren. Klar, das Geschenk, dass der Vulkan aus ist, ist das Beste, was wir bekommen konnten, aber wir sehen nun halt auch etwas hin, an die Geschichte, und schon ist die Stimmung etwas betrübt.

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bookmark_borderAm Montag kommt der Bagger

Noch kann man nicht loslegen, ganz offiziell haben wir ja noch bis Übermorgen einen aktiven Vulkan hier. Der 26. Dezember ist dann Sonntag und am Folgetag fangen die dann an die Lava weg zu räumen. Natürlich ist der Ort nicht beliebig, sondern man sucht sich eine Ecke aus, wo längere Zeit nichts heißes mehr angekommen ist und natürlich geht es um einen verkehrsstrategischen Nutzen. Und so plant man der Kreuzung von La Laguna zu Leibe zu Rücken. 100 m Strecke und 700qm Fläche will man von der Lava befreien. Hier ist das Zeug ja bis knapp über die LP213, bei der Kirche geflossen und dann etwas die Straße runter nach Westen, die nach Tazacorte führt.

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bookmark_borderDer Dicke wollte nicht nach La Palma

Noch drei Tage müssen wir warten, dann ist offizielles Ende und es gibt trotz der erneuten Zunahme der Deformation in Jedey, keinerlei Anzeichen, dass sich das Drecksding nochmal reaktivieren könnte. Dennoch bleibt natürlich die vulkanische Notlage weiter bestehen. Heute wurden in Las Manchas und bei Bombilla Gaswerte gemessen, die so gar nicht schön waren. Das SO2 ist nicht das Problem. Das riecht man ja, auch in El Paso, vor allem morgens stinkt es häufig, weil die niedrigen Temperaturen keine Thermik zulassen, die das Zeug gen Himmel trägt.

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bookmark_borderWohnungen und Verkehr

So, die Deformation von Jedey verschwindet gerade wieder, heute Morgen sah das schon wieder ganz gut aus. Immer noch ist es so, dass ich vormittags, nach dem ersten Lesen der elektronischen Post, zuerst die Seite des IGN aufmache, aber mittlerweile wird das nur kurz überflogen. Alles bleibt wie gehabt, also in ruhigem Fahrwasser, und wir warten noch 4 Tage auf das offizielle Ende. Danach schau ich dann morgens, wie früher, zuerst wieder in die lokalen Nachrichtenseiten. Irgendwann ist das mit dem Datengewälze auch mal gut.

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