Morgen hat die kanarische Regierung auf La Palma und den anderen westlichen Inseln schulfrei gegeben. Man soll nicht raus, die Wetterwarnung die bereits seit einigen Tagen für den morgigen Donnerstag ab 5 Uhr gilt, wurde nun nochmal verschärft. Bislang war der Westen von La Palma orange, dabei bleibt es auch. Allerdings wurden die prognostizierten Windgeschwindigkeiten vom Spanischen Wetterdienst nochmal, auf nun 100 km/h hochgesetzt. Neu ist, dass die Ostseite der Insel nun sogar eine rote Warnung, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130km/h bekommen hat. Das ist aber nun nur die Geschichte des Wetterdienstes. Beim Unwetter in Valencia haben wir mitbekommen, dass die Verwaltung, trotz eindeutiger Warnung von AEMET nicht entsprechend reagiert hat. Aber man lernt ja aus den Fehlern der anderen. Die Inselregierung hat bereits das Notfallprogramm für den Fall der Fälle aktiviert, ebenso wie die einzelnen Gemeinden. Die Verantwortlichen der kanarische Regierung geben nun auch eine Warnung heraus, und die ist ziemlich deutlich. Übersetzt bedeutet das ganz einfach, dass man zuhause bleiben soll, weil es draußen nicht nur ungemütlich, sondern sogar gefährlich werden könnte. Über die Zeitungen wurden nun auch noch Maßnahmen und Verhaltensregeln verbreitet, die man, auch wenn man hofft, dass es nicht gar so wild werden wird, bitte befolgen möge:
WIE MAN VORSORGT:
- Schließen Sie Türen und Fenster, um Zugluft zu vermeiden, die zu zerbrochenem oder herabfallendem Glas führen könnte.
- Entfernen Sie Blumentöpfe und andere Gegenstände, die von Balkonen und Dächern auf die Straße fallen könnten.
- Überprüfen Sie Häuser, Balkone und Fassaden auf schlechten Zustand, der zu herabfallenden Trümmern und Schutt führen könnten.
- Vermeiden Sie Ausflüge oder Campingreisen, bis sich die Lage wieder normalisiert hat.
- Versuchen Sie Fahrten zu verschieben, und wenn Sie doch reisen, treffen Sie besondere Vorsichtsmaßnahmen. Es wird empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.
- Motorräder und große Fahrzeuge mit einer großen Windangriffsfläche (Lastkraftwagen, Lieferwagen, Fahrzeuge mit Anhänger oder Wohnwagen) sind bei Seitenwind kippgefährdet.
WIE MAN SICH VERHÄLT:
- Vermeiden Sie Spaziergänge in Gärten oder bewaldeten Gebieten.
- Halten Sie sich von Mauern, alten Häusern, Gerüsten, beleuchteten Schildern, Werbetafeln und anderen Strukturen fern, die vom Wind umgeweht werden können.
- Straßenlaternen sind gefährlich. Halten Sie sich fern und rufen Sie im Gefahrenfall 1-1-2 an.
- Bei Gefahr durch Baukräne rufen Sie sofort 1-1-2 an.
- Versuchen Sie, sich von der Küste fernzuhalten (Strände, Promenaden, Molen usw.), um nicht von den Wellen getroffen oder weggeschwemmt zu werden.
- Fahren Sie langsam und vorsichtig, wenn Sie aufgrund von Hindernissen auf der Straße oder Windstößen die Kontrolle über Ihr Fahrzeug verlieren können, insbesondere beim Überholen.
- Vermeiden Sie es, zu telefonieren, um die Telefonleitungen nicht zu überlasten. Zögern Sie nicht, in Notfällen die Nummer 1-1-2 zu wählen.
Das wird wenigsten ungemütlich und im schlimmsten Fall richtig heftig morgen. Für den Flughafen hat man wenig Hoffnung, da der Wind aus Westen kommt, gibt es dort Fallwinde. Da reicht im Normalfall schon deutlich weniger Wind, dass man da Probleme hat.

Auch andere Veranstaltungen wurden bereits gecancelt. Das Rahmenprogramm des Reventontrails, mit Ständen auf dem Parkplatz des Hiperdinos, wurde wieder abgesagt.
